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FR präsentiert sich neu im Web

Die Frankfurter Rundschau gehört nicht gerade zu den Gewinnern des Medienwandels. Die Print-Ausgabe ist – trotz Auflagenverlusten – noch immer die Nummer sechs bei den überregionalen Zeitungen (Gesamtauflage: 136.714). Im Web belegt die FR bei den News-Portalen allerdings nur die Position 20. Das soll sich nun ändern, denn die DuMont-Tochter hat vier Jahre nach dem letzten Relaunch wieder ihre Homepage renoviert. Das neue Design ist noch immer chaotisch, setzt aber konsequenter auf den Marken-Kern.

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Die neue FR-Online wirkt im Vergleich zur alten Site wesentlich moderner und magaziniger. Grundsätzlich soll der runderneuerte Webauftritt Platz schaffen "für mehr Kommentare, mehr Bilder und mehr Topstorys". Im Vergleich zu anderen neueren Angeboten wie Stern.de oder Focus Online wirkt die FR-Startseite jedoch noch immer chaotisch: kleine Bilder und zu viele unterschiedliche Kästen im ersten Seitendrittel.

Die neue Startseite der FR-Online

In einem Editorial erklärt Politik-Redakteurin Monika Gemmer den Relaunch. "Die wichtigsten Nachrichten des Tages präsentieren wir in einer bildstarken Themen-Schau gleich oben auf der Startseite." Zudem erklärt sie, dass die Frankfurter Rundschau vor allem für ihre Meinungsstärke geschätzt wird. Deshalb steht der wichtigste Kommentar jetzt auf einem prominenten Platz über der Navigation.

Wie bei fast allen renovierten Homepages, haben auch die Frankfurter nun die Navigationsleiste in die Horizontale geschoben. Der FR gelingt es aber, gleich vier der Steuerelemente auf der Seite unterzubringen. Als erstes kommt eine Schaltfläche für das Kleinanzeigenportal Kalaydo.de, dann kommen noch drei weitere Leisten für FR-Online.

Neben den Redaktions-Kommentaren sollen auch die Meinungsäußerungen der Leser stärker in den Vordergrund gerückt werden. Die Frankfurter bieten jetzt in einigen Ressorts spezielle Debattenseiten, auf denen "wir kontroverse Themen zur Diskussion stellen", wie Gemmer schreibt. Weiter verrät sie: "Wir werden User-Kommentare auch weiterhin nicht im Vorfeld moderieren, sondern nach Erscheinen prüfen. Künftig werden wir noch stärker darauf achten, dass die Diskussionen auf FR-Online sachlich, höflich und inhaltlich am Thema orientiert ablaufen – im Interesse der Mehrheit unserer Nutzerinnen und Nutzer."

Die neue Premium-Galerie

In Anlehnung an "The Big Picture" vom Boston Globe will nun auch die Rundschau in regelmäßigen Abständen besonders hochwertige Fotos zu einer speziellen Klick-Galerie zusammenstellen. Den Anfang macht eine Fotoschau "Asteroiden-Sucher".

Das Hauptziel des Relaunches ist eine weitere Steigerung der Reichweite. Trotz kräftig steigender Zugriffszahlen hat die FR – im Verhältnis zu ihrer starken Print-Marke – noch immer einigen Nachholbedarf. Im Juni erreichten die Site 3,5 Millionen Visits. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung um immerhin 38 Prozent.
Wie bei fast jeder Homepage-Renovierung sind die Leser allerdings noch nicht überzeugt von dem neuen Layout. Bei einer selbstdurchgeführten Online-Umfrage sagten 60 Prozent aller FR-Online-Leser, dass die Redaktion "das noch besser machen" könne. Immerhin 27 Prozent finden die neue Seite jedoch auch "sehr gut".

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