Verdeckte PR-Arbeit bei der FDP

Die Bundesgeschäftsstelle der Freien Demokratischen Partei (FDP) ist vom Deutschen Rat für Public Relations (DRPR) abgemahnt worden. Hintergrund: Ein Mitarbeiter der FDP-Pressestelle hatte unter verschiedenen Pseudonymen Kommentare zu einem parteikritischen Blogbeitrag gepostet.

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Der DRPR konnte sechs anonyme Kommentare nachweisen, die in dem Blog ruhrbarone.de von einem FDP-Mitarbeiter geposted wurden. Die FDP gab ihren Fehler zu.
Der DRPR begründete seine Mahnung insbesondere mit seinem Transparenzgebot zur Kontaktpflege im politischen Raum. Das Gebot besagt unter anderem: "Nehmen Public Affairs-Berater und Lobbyisten an öffentlichen Diskussionen teil, (…) so gilt die Pflicht zur Offenlegung des Auftraggebers und seiner Interessen auch gegenüber dem Diskussionspublikum".
Verdeckte PR-Maßnahmen würden laut DRPR zwar nicht von der FDP in Auftrag gegeben, doch verbindliche Richtlinien, die solche Praktiken verbieten, würden nicht existieren.
Die FDP-Bundesgeschäftsstelle hat sich von ihrer Vorgehensweise distanziert und sich an der Aufklärung des Falls beteiligt. Das wird vom DRPR positiv bewertet. Dennoch seien die Anweisungen zur transparenten Kommunikation für FDP-Mitarbeiter bisher nicht bindend. Laut DRPR sollte die Partei " klare Verhaltensregeln für die gesamte Kommunikation der Partei einzuführen, online und offline".

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