Brieffeinde: Schirrmacher und Boudgoust

Der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust hat erneut einen offenen Brief an FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher veröffentlicht. Diesmal als Antwort auf Schirrmachers Antwort auf den ersten offenen Brief. Grund des engagierten offenen Briefwechsels ist ein kritischer Kommentar von FAZ-Redakteur Michael Handfeld zur Genehmigung der ARD-Online-Angebote, den Boudgoust für überzogen hält.

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Hanfeld sah in seinem FAZ-Leitartikel das "Ende der freien Presse" heraufziehen, weil in einem Gutachten des ehemaligen Verfassungsrichters Papier der Grundversorgungsanspruch des öffentlich-rechtlichen Fernsehens auf das Internet ausgedehnt wurde. Die Kritik sei überzogen und einer seriösen Zeitung unwürdig, schrieb Boudgoust.

Der im Urlaub weilende Schirrmacher ließ sich nicht lange bitten und verfasste umgehend eine Antwort. "Beschwerden über Redakteur mit der Absicht der Sanktionierung erreichen in der FAZ auch dann nicht ihren Zweck, wenn sie über offene Briefe oder Rundfunkräte verbreitet werden", so Schirrmacher. Außerdem stichelte der FAZ-Mann, dass er den Brief zuerst im Internet gelesen und danach erst persönlich erhalten habe.

ARD-Chef Boudgoust nimmt dies nun zum Anlass detailliert zu protokollieren, wann er den Brief wem bei der FAZ (mit telefonischer Vorankündigung!) übermittelt habe. Außerdem, so versichert Boudgoust, sei es nicht seine Absicht gewesen, Schirrmacher im Urlaub zu stören. Gut, dass das geklärt wurde.

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