NY Times: Erlöse steigen, Pay-Wall kommt

Die New York Times verzeichnet erstmals seit Jahren einen steigenden Anzeigen-Umsatz: Zwar setzt sich der Rückgang bei den Print-Ausgaben der Gruppe weiter fort, wurde im zweiten Quartal 2010 aber durch steigende Online-Erlöse mehr als ausgeglichen. An den Plänen für Bezahl-Inhalte ändert das nichts: Janet Robinson, CEO der Times Co., sagte, dass die "metered paywall" gerade von der Planungs- in die Umsetzungsphase tritt. Zu Beginn des nächsten Jahres wird die New York Times online Geld verlangen.

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Der Nettogewinn der Verlagsgruppe ist gegenüber dem Vorjahres-Quartal zwar auf 32 Millionen Dollar gesunken, das liegt aber an einem Steuereffekt aus dem Vorjahr. Der operative Gewinn stieg tatsächlich von 23,5 auf 80,8 Millionen Dollar, was gleichermaßen mit dem Sparkurs des Unternehmens und den kräftig gestiegenen Online-Erlösen (plus 21 Prozent) begründet wird. Online-Anzeigen machen inzwischen 26 Prozent der gesamten Werbeeinnahmen aus. Der Umsatz der Times Company, zu der auch der Boston Globe und 15 weitere Titel gehören, stieg auf 589,6 Millionen Dollar.
In Sachen Bezahl-System kündigte CEO Robinson nähere Details und Preislisten für die zweite Jahreshälfte an. Aus langwierigen internen Diskussionen ist bekannt, dass die NYT ein ausgeklügeltes System aus freien, werbefinanzierten Angeboten, Abo-Modellen und Pay-per-Click-Inhalten ("metered paywall") entwickelt. So soll es auch für das iPad je eine kostenlose App mit Werbung ("Editor’s Choice") und eine kostenpflichtige Vollversion geben.
Die Applikation für das iPhone ist in den letzten zwei Jahren 4,5 Millionen Mal heruntergeladen worden; im Juni hatte die NYT über alle mobilen Wege 106 Millionen Pageviews.

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