Stenger bleibt wohl beim DFB

Der frühere Sportjournalist Harald Stenger hat wahrscheinlich doch eine Zukunft beim Deutschen-Fußball-Bund (DFB): Man werde mit ihm sprechen und "eine vernünftige Lösung finden", erklärte DFB-Präsident Theo Zwanziger bei der Pressekonferenz zur Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Joachim Löw. Für Stenger, dessen Vertrag nicht verlängert werden sollte, hatten sich während der WM in Südafrika viele Journalisten per Unterschriftensammlung eingesetzt.

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Entscheidender als die Unterstützung durch die WM-Reporter dürften aber die internen Machtkämpfe im Verband sein. Stenger, früher bei der Frankfurter Rundschau, genießt das Vertrauen von Löw und Manager Oliver Bierhoff, aber weniger das von Zwanziger, der mit vielen Medien ein gespanntes Verhältnis unterhält.

Löws erfolgreiche WM und seine nun erweiterte Machtbasis wird Stengers Verbleib im Umfeld der Nationalmannschaft sichern; allerdings wird die Position des Frankfurters wohl vom Medienchef des DFB zum Sprecher der Auswahl umdefiniert. Dies war informell schon Anfang des Jahres geschehen und lief auf eine Beschneidung von Stengers Kompetenten hinaus.

Zwanziger betonte, dass er mit Stenger viele Jahre gut zusammengearbeitet habe. In eigenen Angelegenheiten wird der DFB-Präsident aber zweifellos andere Ratgeber suchen.

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