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Neon in XXL: eine nette Idee, aber…

Das ging wohl nach hinten los: Am Montag erschien die aktuelle Neon-Ausgabe im XXL-Format. Zum siebten Heft-Geburtstag wollten die Macher ihren Lesern damit ein besonderes Geschenk machen. Doch die Beschwerden häufen sich: unhandlich, unpraktisch, unnötig. Besonders für die Abonnenten, die ihre Ausgabe bereits am Samstag erhielten, wurde die gut gemeinte Idee zum Ärgernis. Die DIN A3 große XXL-Version passt in keinen normalen Briefkasten und kam deshalb bei vielen Lesern völlig verknickt an.

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Manchmal ist mehr auch weniger: Die schönen schwarz-weiß Bilder, die im Heft die Themengebiete einleiten, ziert diesmal ein dicke Falte. Das Cover hat eine weiße Bruchstelle. Auf der Neon-Internetseite haben die Leser die Möglichkeit Blattkritik zu üben. Derzeit finden sich hier bereits fast 30 Meinungen zur XXL-Ausgabe. Kaum eine ist positiv. Abonnent DesertDust kommentiert: "Meine Ausgabe wurde vom Postzusteller rabiatest in den Briefkasten gestopft, dementsprechend sieht sie jetzt auch aus nachdem ich sie mühevoll rausgefriemelt habe." Neon-Leserin katjaetc klagt: "Weil das Heft so riesig war, dass es nicht in meinen Briefkasten gepasst hat, ist es jetzt auch noch pitschnass."
Nicht nur bei den Abo-Kunden kommt die Sonderform schlecht an. Die Unterwegsleser beklagen das unpraktische Format, denn es sorgt nicht bloß im Briefkasten für Platzprobleme, sondern passt weder in den Rucksack noch in  die Handtasche. Sternenlady ist "total genervt" von der XXL-Version: "Ich werd diese Ausgabe sicher nicht mit in Bus und Bahn nehmen. Da muss ich mir für diesen Monat dann eine Lese-Alternative suchen." Leser Suspension findet das Heft zwar "eine witzige Idee", fragt sich aber "warum ausgerechnet in einem Sommermonat, in dem man das diesmal unhandliche Heft mit zum Baden nehmen möchte".
Grundsätzlich ist eine Sonderform mit etwas mehr Inhalt zum Geburtstag ein wirklich netter Einfall und allemal besser als historische Rückblicke und das Abdrucken von Gratulationsschreiben, was auch Chefredakteur Michael Ebert betonte. Die XXL-Version ist zudem am Kiosk ein echter Blickfang. Doch mit einer dickeren Ausgabe, die dafür in der Zeitschrift-Auslage weniger auffällt, hätten die Neon-Macher ihren Lesern sicherlich eine größere Freude gemacht. In der Blattkritik stellen sich viel die Frage: Warum nicht einfach mehr, statt größere Seiten, wenn sich die Neon mit einer Extra-Portion Inhalt bedanken möchte? Die Antwort versuchen einige Leser selbst zu finden: Große Seite gleich große Werbefläche. Besonders die 6-seitige Audi-Anzeige mitten im Blatt stößt mehrfach negativ auf. Blattkritiker pedebai kommt deshalb zu dem Schluss, dass sich die Neon das größte Geschenk wohl selbst gemacht habe.

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