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Heidelberger Druck streicht 500 Stellen

Der angeschlagene Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck will nach eigenen Angaben bis Oktober 500 Arbeitsplätze abbauen, ein größerer Teil davon in Deutschland. Damit streicht das Unternehmen weniger Stellen als befürchtet. Allerdings müssen die Arbeitnehmer mit Lohneinbußen rechnen.

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Wie die Heidelberger Druckmaschinen AG mitteilte, haben sich Geschäftsleitung und Betriebsrat auf ein Sparpaket geeinigt. Statt der ursprünglich geplanten 850 Jobs sollen nur noch 500 Stellen wegfallen, davon etwa ein Drittel in den Vertriebsgesellschaften. Dennoch müssten sich die Mitarbeiter auf finanzielle Einbußen einstellen, damit das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011/2012 seine Kosten um 80 Millionen Euro senken könne. Bis 2012 sollen insgesamt 480 Millionen Euro eingespart werden.
Die Vereinbarung sieht einen Verzicht auf tarifliche und betriebliche Leistungen vor, zudem können Mitarbeiter bei entsprechendem Entgeltverzicht ihre Arbeitszeit dauerhaft auf 57 Prozent reduzieren. Befristet auf einen Zeitraum von vier Jahren will das Unternehmen die damit verbundenen Gehaltseinbußen teilweise kompensieren.
"Nach konstruktiven Gesprächen haben sich Geschäftsleitung und Belegschaftsvertreter auf einen Heidelberger Weg geeinigt, der die vorhandenen Kapazitäten an die Auftragslage anpasst und dennoch möglichst viele Mitarbeiter und damit wertvolles Know-how im Unternehmen behält", erklärte Vorstandschef Bernhard Schreier. "Gleichzeitig haben wir unsere Einsparziele erreicht."
Ende Juni beschäftigte das Unternehmen weltweit 16.218 Mitarbeiter, davon 10.942 in Deutschland.

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