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Take That-Reunion legt Twitter lahm

Nimm fünf: Die Nachricht von der Wiedervereinigung der britischen Band Take That hat bei den sozialen Netzwerken einen Euphorie-Sturm entfacht. Twitter und Facebook liefen förmlich über, als Fans die Reunion der ehemaligen Teenie-Group mit Sänger Robbie Williams kommentierten und über das erste gemeinsame Album seit 1995 spekulierten. Die Plattenfirma Universal sprach per Pressemitteilung von der "Sensation des Jahres", die die ehemals erfolgreichste Popband der Welt wieder zusammengeführt habe.

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"Die Gerüchte sind tatsächlich wahr!" jubelte Universal und bot zum Beweis via YouTube gleich noch ein Video an, das die erste Zusammenkunft der Band zeigt. Die englische Presse reagierte indes uneinheitlich. Während die Financial Times die Nachricht komplett ignoriert, schaffen es Take That nur bei den Boulevardblättern auf die Titelseite. Die Sun widmet dem Thema drei Seiten, der Daily Mirror sogar vier. Zurückhaltender reagierten Guardian, Independent oder Murdochs Times, die Take That auf die hinteren Seiten verbannten.
Die Kaufzeitungen übertreffen sich gegenseitig in Spekulationen, wie viel Millionen englische Pfund das Comeback in die Kassen der Beteiligten spülen wird. Laut Sun sind es 75 Millionen, der Daily Star vermutet 100 Millionen (rund 118 Millionen Euro). Die Daily Mail rechnet mit 10 Millionen für jeden der fünf Sänger, der Daily Mirror glaubt, dass Solokünstler Robbie Williams eine Vorausprämie von 6 Millionen Pfund erhält. Recht ähnlich die Formulierungen in den Headlines, fast durchweg Songtitel ("Back for Good", "This could be magic") oder Wordspiele "The Fire is re-lit", "Rake That" oder "Retake That".
Bei Twitter sammelte die am Donnerstagabend gelaunchte Präsenz innerhalb von wenigen Stunden mehr als 10.000 Follower ein. In England brach die Site unter dem Ansturm kurzfristig zusammen, im Sekundentakt gingen Dutzende von neuen Tweets online.

Ob das gemeinsame Comeback in Deutschland wirklich so erfolgreich wird wie von der Plattenfirma kalkuliert, ist unklar. Bei einer Umfrage der VZ-Netzwerke Ende 2009, als es bereits Gerüchte einer Wiedervereinigung gab, war das Ergebnis für die Band nicht gerade schmeichelhaft. Das Ergebnis bei 400.000 abgegebenen Stimmen: 47,7 Prozent aller Befragten (191.108) haben die Meldung skeptisch aufgenommen und meinen „Um Gottes willen, das will doch keiner“. Lediglich 12,2 Prozent (48.896) freuen sich, dass Take That vielleicht bald wieder gemeinsam auf der Bühne stehen.
Zudem ging aus der VZ-Umfrage hervor, dass die vier Musiker Gary Barlow, Mark Owen, Howard Donald und Jason Orange durch eine Zusammenarbeit mit Robbie Williams nicht unbedingt an Popularität hinzugewinnen werden: 25,8 Prozent aller Befragten geben an, lieber Beethoven als Take That zu hören.
Für alle Fans unter den Medienleuten hier noch der Link um Musik-Video "Back for Good" (mit Robbie)

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