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RTL: Verstoß gegen den Jugendmedienschutz

Ein Musikvideo der Band Rammstein hat RTL Probleme mit der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) beschert. Große Teile des nicht jugendfreie Videos "Pussy" seien trotz pornografischer Inhalte im Mittagsmagazin "Punkt 12" gezeigt worden.

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Dabei seien die "potenziell problematischen, sexuell aufdringlichen Bilder" nicht "in einen aufklärerischen oder kritischen Kontext" gestellt worden, so die KJM. "Die KJM-Mitglieder konnten daher eine beeinträchtigende Wirkung auf Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht ausschließen – zumal in ihren Augen die Gefahr groß ist, dass die skandalisierende und sensationsheischende Aufmachung des Beitrags die Neugier von Kindern und Jugendlichen weckt, den ganzen pornografischen Clip im Netz zu suchen", teilte die Kommission mit.

Wegen zwei weiterer Musikvideos wurde der Musiksender RCK-TV gerügt: Ein Clip der Band Slipknot sei trotz Freigabe ab 16 Jahren im Tagesprogramm gelaufen, ebenso wie ein erst ab 18 frei gegebener Clip von Marily Manson. Weiterhin bemängelte die KJM, dass in einer Folge der ProSieben-Nachmittags-Reihe "Deine Chance! 3 Bewerber – ein Job" "junge Frauen in eine stereotype Geschlechterrolle gedrängt" worden seien: "Sie ließen sich von drei jungen Männern ‚bewerten‘ und wurden dabei auf ihre weiblichen Körpermerkmale und deren Wirkung auf Männer reduziert." Auch beim Sender Nick wurde ein Regelverstoß festgestellt: Die Serie "Kenny vs. Spenny" hätte wegen "des durchgängig derb-zotigen Sprachgebrauchs und dem direkten – allenfalls vermeintlich komischen – dramaturgischen Bezug der Comedy zum Genre der Pornografie" erst nach 22 Uhr gezeigt werden dürfen.

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