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Preisverfall der E-Reader

Der noch junge Markt der E-Reader steht laut einer Analyse der FAZ vor einem radikalen Umbruch: Die Preise für Kindle (Amazon), Nook (Barnes+Noble) und andere Geräte stürzen, gleichzeitig steigen die Preise für Bücher. Analysten rechnen mit einer Marktbereinigung, an deren Ende nur zwei oder drei Hersteller übrig bleiben könnten. Grund für die Bewegung ist offenbar der Markteintritt von Apples iPad.

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Die Preisentwicklung bei Amazons Reader Kindle ist in der Tat erstaunlich: Es begann Anfang 2008 in den USA mit 359 Dollar und langen Wartelisten. Gerade ist der Einstiegspreis auf 189 Dollar gefallen, und professionelle Marktbeobachter sehen 99 Dollar schon herannahen. In Deutschland wird eine ähnliche Entwicklung nach aller Erfahrung zeitverzögert ebenfalls eintreten.

Das iPad hat nicht nur den Markt für Lesegeräte in Bewegung gebracht, sondern auch das Preismodell für die Inhalte verändert: Bei Apple kosten Bücher 13 oder 15 Dollar, weshalb auch Amazon den Standardpreis von 10 Dollar jetzt anheben kann. Das Geschäft für den Online-Händler könnte also aufgehen, auch wenn die Margen bei der Hardware sinken, oder sie gar subventioniert werden muss.

Dennoch ist, wie FAZ-Autor Roland Lindner ausführt, der Preisverfall für die Hersteller bedrohlich. Ein Ausweg, speziell für Sony und Amazon, könnte darin liegen, dem iPad selbst Konkurrenz zu machen, indem sie ihre auf den Lesezweck optimierten Reader zu Tablet-PCs ausbauen.

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