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Fernsehen treibt Brutto-Werbeumsätze an

Der Werbemarkt liegt laut neuester Brutto-Zahlen von Nielsen weiterhin deutlich über dem schwachen Vorjahr. Nach Ablauf des Junis verzeichnet Nielsen ein Plus von 9,4% gegenüber dem ersten Halbjahr 2009. Verantwortlich für die Entwicklung ist vor allem das Fernsehen: Mit einem Zuwachs von 15% auf 4,9 Mrd. Euro liegt es deutlich über dem Durchschnitt des Marktes. Ebenfalls deutlich gewachsen sind die Brutto-Umsätze im Internet, nur ein leichtes Plus verzeichnen Zeitungen und Publikumszeitschriften.

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Die Fußball-WM war für das Fernsehen insgesamt allerdings nicht der große Motor: Nach dem Mai lag das TV-Plus bei den Brutto-Zahlen noch bei 16,7%. ARD und ZDF dürften allerdings deutlich von der WM profitiert haben. Sie verdienen bei den großen Fußball-Turnieren immer sehr gut. Was zu den Nielsen-Zahlen allerdings immer dazu gesagt werden muss – und das insbesondere für das Medium Fernsehen: Es handelt sich um Brutto-Zahlen. Sprich: Eventuelle Rabatte, Frei- und Austauschspots werden als voll bezahlte Reklame gewertet. In Zeiten, in denen sich die Brutto-Netto-Schere offenbar immer weiter öffnet, entspricht ein Plus von 15% also nicht unbedingt auch einem rasantes Wachstum in den Netto-Kassen.

Schwach läuft es weiterhin in den Print-Branchen. So liegen die Zeitungen, mit 2,57 Mrd. Euro weiterhin der zweitgrößte Werbeträger, nur 0,9% über dem Vorjahr, die Publikumszeitschriften mit ihren 1,69 Mrd. Euro Brutto-Umsatz auch nur 2,6% über dem Vergleichszeitraum. Richtig bitter sieht es für die Fachzeitschriften aus: Die Branche liegt als einziges von Nielsen ausgewertetes Segment unter dem Vorjahr – mit 199,09 Mio. Euro bei einem Minus von 0,8%.

Deutlich im Plus befinden sich hingegen auch die Medien Radio, Plakat, Kino und Internet. Die Werbung im Netz legte laut Nielsen 27,7% zu. Mit 1,00 Mrd. Euro liegt man immer deutlicher über der Radiowerbung (+4,3% auf 653,11 Mio. Euro). Die Plakatwerbung gewann unterdessen 8,0% auf 457,31 Mio. Euro zu, die Kino-Reklame liegt mit 31,07 Mio. Euro 19,8% über dem Vorjahr.

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