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Medien-Aktien: P7S1 Top, Sky Flop

Das erste Börsenhalbjahr 2010 war ein schwieriges. Obwohl die schwersten Krisenzeiten in der Medien-Branche erst mal überwunden sind, schleppen die meisten deutschen Medien- und Internetaktien noch immer ein Minus mit sich herum. Gleichwohl gibt es auch Krisengewinner, wie die Axel Springer AG. Das Papier legte seit Jahresbeginn um 13 Prozent zu. Mit Sky und ProSiebenSat.1 kommen die beiden größten Kurs-Ausreißer, sowohl positiv, als auch negativ aus der TV-Branche.

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Das erste Börsenhalbjahr 2010 war ein schwieriges. Obwohl die schwersten Krisezeiten in der Medien-Branche erst mal überwunden sind, schleppen die meisten deutschen Medien- und Internetaktien noch immer ein Minus mit sich herum. Gleichwohl gibt es auch Krisengewinner, wie die Axel Springer AG. Das Papier legte seit Jahresbeginn um 13 Prozent zu. Mit Sky und ProSiebenSat.1, kommen die beiden größten Kurs-Ausreißer, sowohl positiv, als auch negativ aus der TV-Branche.

Viel ist unterm Strich 2010 bislang nicht passiert: Die Schuldenkrise sorgte erst in Griechenland, dann in Spanien für Negativschlagzeilen, die die Finanzmärkte weltweit in Atem hielten. In der realen Wirtschaft aber kann von Krise keine Rede sein. Im Gegenteil: „Das Jobwunder Deutschland“ machte in den letzten Tagen in den Gazetten die Runde.

Betrachtet man die Bilanzen der deutschen Medien- und Internetkonzerne im ersten Halbjahr 2010, so ist von einer Wiederholung der dramatischen Zustände der Finanzmarktkrise nichts zu sehen. Das Wachstum, das im vergangenen Jahr nach dem dramatischen Börsencrash eingesetzt hatte, beginnt sich zu verfestigen.

Krisengewinner Springer: Aktie legt um 13 Prozent zu

Das illustriert vielleicht keine Bilanz so nachhaltig wie die des Verlagsriesen Axel Springer, den die Börse 2010 bisher ganz klar als Krisengewinner identifiziert hat. Um 13 Prozent lag die im SDax notierte Aktie per Ende Juni vorne und reflektiert damit die starken Zahlen des ersten Quartals.  "Kennen Sie ein vergleichbares Medienunternehmen, das so erfolgreich durch die Krise gesteuert ist?" fragte der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, nicht ohne Stolz bei der Präsentation der Bilanz.    

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Tatsächlich: Zumindest im deutsprachigen Raum dürfte die Suche danach schwer fallen. Ein Medienkonzern aus ein anderer Branche begeisterte Anleger aber noch mehr: So setzte sich die bereits im vergangenen Jahr eingeschlagene Turnaround-Story der hochverschuldeten ProSiebensat.1 AG fulminant fort: Kurssteigerungen in Höhe von nochmals 50 Prozent bewilligten Anleger in den ersten sechs Monaten.

Die Konzernbilanz im ersten Quartal konnte überzeugen – Vorstandschef Ebeling stellte zudem ein gutes Ergebnis für die abgelaufenen drei Monate in Aussicht. "Der Werbemarkt entwickelt sich recht positiv und diese Entwicklung spüren wir auch im Geschäft", erklärte Ebeling auf der Hauptversammlung Ende Juni.

Sky-Aktie: 40 Prozent in sechs Monaten verloren

Davon ist jedoch bei Sky nichts zu sehen. Eine Stadt, eine Branche zwei Gesichter – so könnte man die Bilanz des ersten Börsenhalbjahrs 2010 in der Medienbranche auch ziehen. Zur absoluten Unzeit, nämlich zum Start der Fußball-WM, rauschte die Sky-Aktie in Richtung des Allzeittiefs bei rund einem Euro. Die Namensumfirmierung, der Austausch des CEOs und die immer weiteren Zukäufe von Großaktionär Murdoch verpufften bislang. Immer noch scheint es unklar, wie Sky aus den roten Zahlen kommen will. Aktionäre straften die trüben Aussichten mit Abschlägen von mehr als 40 Prozent ab.

In der sonst so volatilen Internetbranche tat sich indes im ersten Börsenhalbjahr 2010 wenig Bewegendes: Die Werte tendierten fast synchron zum Leitindex TecDax:  Xing und Tomorrow Focus gaben 7 Prozent ab, während der TaxDax 6 Prozent an Wert verlor. Freenet liegt schon um 18 Prozent hinten, während sich Unted Internet mit einer unveränderten Notierung gegenüber dem Jahresbeginn fast als Gewinner fühlen kann – Aktionäre sind im schwierigen Börsenjahr bescheiden geworden.  

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