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China: Google darf weitermachen

Der Zensur-Poker im Land der Mitte hat vorerst ein Ende: Die chinesische Regierung hat Google die Betriebslizenz für die Volksrepublik erneuert. In seinem Firmenblog teilte das Unternehmen mit: "Wir freuen uns, unseren Nutzern in China weiterhin die Websuche und lokale Produkte anbieten zu können". Vorausgegangen war ein Streit um den unzensierten Zugang zur Websuche auf dem chinesischen Markt.

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Die ICP-Lizenz des Suchmaschinen-Konzerns in China muss jedes Jahr erneuert werden. Seit Ende Juni hatten die Pekinger Behörden eine Verlängerung überprüft. Zuvor hatte Google offenbar Entgegenkommen signalisiert, indem es die Umleitung von Suchanfragen aus China auf die unzensierte Hongkong-Seite aufgab.

Die chinesische Site hat allerdings weiterhin einen gut sichtbaren Link zum freieren Angebot aus Hongkong. Damit bleibt die unzensierte Suche für Chinesen weiterhin möglich, allerdings ist die automatische Datenumleitung eingestellt.
Der Streit mit China war im Januar eskaliert, als der Internet-Riese der Volksrepublik angebliche Hacker-Angriffe auf Google und andere US-Großunternehmen vorwarf. Zudem kam es mit den Pekinger Behörden zu einem Konflikt um die bestehende Internet-Zensur. Bis zum Rückzug hatte Google in China erheblich investiert und nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 30 Prozent erreicht.

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