Burda gründet Marktforschungs-Institut

Erwartete Doppelbelastung: Neben seinem Job als Focus-Geschäftsführer wird Frank-Michael Müller nun auch Chef des neuen Instituts für Medien- und Konsumentenforschung. In der Konzerntochter soll die gesamte Medienwirkungsforschung sowie die Lesermarktstudien des Verlages gebündelt werden. „In dem immer härteren intermediären Wettbewerb müssen wir uns darauf konzentrieren, Relevanz und Wirkung unserer Zeitschriften nachhaltig nachzuweisen", sagt Burda-Vorstand Philipp Welte.

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Diesen Nachweis soll die Neugründung erbringen. „Frank-Michael Müller ist einer der profiliertesten Experten für zukunftsweisende Printforschung und damit prädestiniert für diese innovative Aufgabe an einem der schwierigsten Frontverläufe unserer Branche", sagt Welte.

Das Institut für Medien- und Konsumentenforschung hat – laut Pressemitteilung – "die Aufgabe, Forschung auf jenen Gebieten voran zu treiben, von denen die Zeitschriftenbranche insgesamt profitiert." Dazu gehören unter anderem die Markt-Media-Studien "Typologie der Wünsche" (TdW) und "Communication Networks" (CN). Zudem soll das VDZ-Projekt AIM zum Wirkungsnachweis von Printwerbung "maßgeblich" unterstützt werden.

Das Institut wird als 100prozentige Tochter von Burdas Marktforschungsunit Media Market Insights GmbH geführt. Kompetenzträger für alle Forschungsthemen bei Burda bleibt Helge-Jörg Volkenand.

Die Marktforschung ist für Müller kein Neuland. Der Burda-Manager hat maßgeblich die verlagseigenen RFID-Chip-Untersuchungen voran getrieben und an dem Titelseiten-Identifikationsmodell TIM entscheidend mitgearbeitet.

Müller ist seit November 2004 Geschäftsführer des Focus. In den vergangen Jahren musste er jedoch einen kräftigen Auflagen-Rückgang verantworten. Innerhalb von fünf Jahren verlor das Magazin 25 Prozent seiner Auflage. Aktuell kommt der Focus auf einen Gesamtverkauf von 587.582 Exemplare.

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