Brüssel gegen Google AdSense

Der EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia hat sich erstmals zu den in Brüssel eingereichten Beschwerden gegen Google geäußert: "Angesichts der Bedeutung der Suche für den Wettbewerb im Onlinemarkt schaue ich mir das sehr genau an", sagte er. Die FTD will ferner erfahren haben, es sei mit der Eröffnung eines formellen Verfahrens zu rechnen, "allerdings frühestens im Herbst". Der Spanier Almunia reist in der kommenden Woche zum Austausch über Wettbewerb im Netz nach Washington, wo derzeit Apple stärker im Blickpunkt steht.

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Die in Brüssel geprüften Beschwerden haben verschiedene Absender und Inhalte: Das Vergleichsportal Foundem und die französische Spezial-Suchmaschine Ejustice.fr monieren, sie würden bei den Suchergebnissen benachteiligt. Microsoft, Hauptrivale Googles um die mächtigste Position im Netz, will – für seine Vergleichsseite ciao.com – Preise und Geschäftsbedingungen bei Googles Adsense geprüft haben. Sollte es zum formellen Verfahren kommen, wird sicherlich diskutiert, ob Google seine Algorithmen und Kriterien für Suchergebnisse nicht offen legen müsste – ein alter Streitpunkt, der den Kern von Googles Geschäft betrifft.
In Washington will Almunia laut FTD Christine Varney, Chefin der Wettbewerbsaufsicht im Justizministerium, und Joe Leibowitz von Federal Trade Commission (FTC) treffen. Beide Institutionen haben angekündigt, Apples Position und Geschäftsgebaren im digitalen Vertrieb zu prüfen.

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