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N24-Mitarbeiter zeigen Arbeitgeber Rote Karte

Über 100 Mitarbeiter des Fernsehsenders N24 haben am Mittwochmittag in Berlin den neuen Eigentümern Stefan Aust und Thorsten Rossmann ihren Groll gegen deren Sparpläne gezeigt. Die Besitzer wollen bis September nochmals rund 70 Stellen abbauen. Laut DJV geht es den Mitarbeitern um die Wiederaufnahme der Verhandlungen zu einem Rationalisierungstarifvertrag und der Fortführung des Sozialplans bis 2015.

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N24 war Mitte Juni aus ProSiebenSat.1 herausgelöst und per Management-Buy-Out von Geschäftsführer Torsten Rossmann und seinem neuen Partner Stefan Aust übernommen worden. Bei der ersten Verhandlungsrunde über eine Beschäftigungssicherung hatte Rossmann am 23. Juni 2010 erklärt, dass die Forderung der Gewerkschaften nicht akzeptabel sei. Daraufhin waren die Tarifverhandlungen unterbrochen worden.
DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken appellierte an die Geschäftsführung des Nachrichtensenders, die Tarifverhandlungen dringend wieder aufzunehmen. "Ein weiterer Arbeitsplatzabbau führt zwangsläufig zu massiven Qualitätsverlusten." Andreas Köhn, ver.di-Verhandlungsführer, ergänzte: "Es kann nicht sein, dass renommierte Journalisten, die sich in der Eignerrolle sehen, den Qualitätsanspruch nicht mehr ernst nehmen und die Mitarbeiter derart behandeln." Die Gewerkschaften fordern die neuen N24-Eigentümer auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

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