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Bußgeldverfahren gegen Facebook

Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspers leitet ein förmliches Bußgeldverfahren gegen Facebook ein. Es geht dabei um bestimmte Funktionen, die E-Mail- und Handy-Adressbücher seiner Nutzer auswertet. "Zu der Problematik haben uns in den letzten Monaten viele Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern erreicht", sagte Caspar gegenüber dem Hamburger Abendblatt.

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Der Vorwurf lautet, dass Facebook auch Daten von Nichtnutzern ohne deren Einwilligung langfristig speichert und sie zu Vermarktungszwecken nutzt. Caspar nimmt an, dass über die Freunde-Such-Funktion der Plattform, die aufgrund der Adressbücher der Nutzer andere Mitglieder des Netzwerks vorstellt, die Informationen zur Erstellung von Profilen von Nichtnutzern dienen.

Zudem sieht Caspar eine Verletzung der Datensicherung darin begründet, dass Personen, deren E-Mailadresse die Nutzer in ihrem Adressbuch gespeichert haben, von Facebook eine automatisierte Einladung von Facebook geschickt werde.

Wie das Abendblatt berichtet, kann Facebook bis zum 11. August zu den Vorwürfen rechtlich Stellung beziehen. Das Social Network hatte kürzlich seine Nutzungsbedinguzngen geändert, die die Datenweitergabe an Dritte unterbindet.

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