N24: Format-Nachrichten für den Morgen

N24 will sich an Nachrichten-Radios orientieren: Für die News-Primetime am Morgen soll es künftig 15-minütige Formatnachrichten statt der bisherigen zusammenhängenden Livefläche geben. Das sagte der N24-Geschäftsführer Torsten Rossmann in einem Interview mit dem österreichischen Standard. Bei den P7S1-News könnte es Einsparungen bei den selbst produzierten Beiträgen geben.

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Ein purer Nachrichtenkanal habe auf dem deutschen Markt keine Chance, dazu seien die Informationsangebote der Öffentlich-Rechtlichen und der privaten Vollprogramme zu gut, sagte Rossman dem Standard. Besonders am Abend gebe es also eine "starke, finanzielle exzellent ausgestattete Konkurrenz". Hier setze der Sender stärker auf auf Magazine, Reportagen und Dokumentationen mit stündlichen Nachrichtenblöcken, sowie Polit-Talks am späteren Abend.
Nachrichtenfernsehen funktioniere nur am Morgen, sagte Rossmann dem Standard. Der Nachrichten-Anteil am Gesamtprogramm soll bei rund 40 Prozent bleiben, allerdings werde N24 auf eine "andere, stärker formatierte Produktionsweise" umstellen. Die Änderungen betreffen vor allem die Primetime am Morgen: "Hier senden wir weiter live, aber in 15-minütigen Formatnachrichten, wie man es auch aus dem Rundfunk kennt."

Noch bis Ende 2016 wird N24 für P7S1 Nachrichten produzieren, allerdings nur für die Hälfte des bisherigen Budgets: 30 Millionen Euro sieht der  Nachrichtenzulieferungsvertrag mit dem Münchner Konzern vor. Hier werde es künftig weniger selbst gedrehte Beiträge geben.
Für die Übernahme des Nachrichtensenders zum 1. August hatten Aust und Rossmann umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen angekündigt: weil sie massiv Kosten sparen müssen, soll von 227 Stellen voraussichtlich rund ein Drittel wegfallen.

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