Medienwächter rügen ProSieben-Nachrichten

Abmahnung für Newstime: Mit seiner Berichterstattung nach dem Enke-Freitod habe der Sender die Persönlichkeitsrechte der Witwe verletzt. Auch RTLII muss sich eine Beanstandung wegen Schleichwerbung gefallen lassen. Zudem verhängte die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) Bußgelder in Höhe von 57.500 Euro wegen Verstößen gegen die Gewinnspielsatzung.

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Beanstandet wurde ein Nachrichtenbericht in der ProSieben-Sendung Newstime über den Freitod des Fußballspielers Robert Enke. In dem Beitrag war aus der Entfernung gefilmt zu sehen, wie Enkes Witwe am Unglücksort eintraf. Ihre Fragen an die Polizei hatte die Redaktion untertitelt, weil sie akustisch auf dem Filmmaterial schwer verständlich waren.
Damit hat die Redaktion nach Auffassung der ZAK "die Persönlichkeitsrechte von Frau Enke nicht gewahrt und damit gegen journalistische Grundsätze verstoßen". Wie mitgeteilt wurde, hat sich der Sender inzwischen bei den Medienwächtern entschuldigt.
Wegen verbotener Schleichwerbung rügte die ZAK zudem eine Ausgabe der RTLII-Sendung "Schau Dich schlau" beanstandet. Darin wurde nach Auffassung der Experten im redaktionellen Teil ein Nahrungsergänzungsprodukt beworben und die Zuschauer damit in die Irre geführt.
Wegen Verstößen gegen die Gewinnspielsatzung hat die ZAK erneut Bußgelder in einer Gesamthöhe von 57.500,- Euro verhängt. Unter anderem wegen des verbotenen Aufbaus von Zeitdruck und die Irreführung über Auswahlverfahren und Einwahlchancen ahndete die Zak zwei Sendungen von Sat.1 (Quiznight, jeweils 20.000 Euro Bußgeld), 9Live (5.000 Euro Bußgeld) und Super RTL (Master Quiz, 12.500 Euro Bußgeld).

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