Der neue Zeitkiller heißt FrontierVille

Der US-amerikanische Social-Games-Hersteller Zynga (FarmVille, MafiaWars) hat ein neues Spiel herausgebracht und weltweit zittern die Chefs. In FrontierVille muss man ein Western-Städtchen aufbauen und wieder hat das Spiel das Potenzial, tausende produktiver Bürostunden zu vernichten. Das Spielprinzip bleibt dem bewährten Zynga-Prinzip treu: aufbauen, Freunde einladen und möglichst viel (echtes) Geld für virtuelles Spielzeug ausgeben. Angeblich über 230 Mio. Menschen weltweit spielen Zynga-Spiele.

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Über 70 Millionen Spieler weltweit spielen allein FarmVille beim Sozialen Netzwerk Facebook. Vor kurzem wurde das süchtig machende Spiel auch als App für das iPhone vorgestellt. Das Spielziel besteht darin, einen schönen großen Bauernhof mit vielen Tieren und Pflanzen aufzubauen. Der Clou: Facebook-Freunde können mithelfen, Ernten übernehmen oder man beschenkt sich gegenseitig.

Bei MafiaWars ist es ähnlich, nur dass man statt einer harmlosen Farm einen Mafia-Clan am laufen halten muss. Bei allen Zynga-Spielen gilt: Die Spiele machen nur Spaß und sind erfolgreich zu meistern, wenn man mit vielen Leuten zusammenspielt. Will man besonders erfolgreich sein, muss man hier und da für echtes Geld virtuelle Spielsachen dazukaufen.

Nach genau demselben Prinzip funktioniert nun auch FrontierVille. Der Spieler beginnt alleine in einem Wald mit ein paar Hühnern. Nun müssen Büsche gerodet werden, man baut eine Hütte, züchtet Vieh, sucht sich eine Partnerin usw. Mit der Zeit entsteht dann ein ganzes Western-Dorf in bewährt niedlicher FarmVille-Optik.

Genau wie bei FarmVille, MafiaWars und weiteren Social Games, kann man bei FrontierVille für echtes Geld so genannte virtuelle Güter hinzukaufen. Das können Energiepunkte sein, Kühe oder bessere Pflanzen. Mit den kleinen Spielsachen lässt sich online großes Geld verdienen. Zynga ist der größte Anbieter dieser Social Games. Die US-Firma kommt nach eigenen Angaben auf über 230 Millionen Spieler und bewertet sich selbst mit über über 4,6 Mrd. US-Dollar.  Konkrete Zahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht, Experten schätzen den Jahres-Umsatz von Zynga aber auf über 600 Mio. Dollar. Hier gilt der alte Spruch “Kleinvieh macht auch Mist”. Im Falle von Zynga: sehr sehr viel Kleinvieh.

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