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Vorsicht vor iTunes-Betrügern

Apples iTunes Store ist ein äußerst lukratives Ziel für Web-Betrüger und Passwort-Attacken. Der iTunes Store hat zwischen 100 und 150 Millionen Nutzer, die ihre Kreditkartendaten hinterlegt haben. Aktuell sorgte ein dubioser Anbieter vietnamesischer Comicbücher für Aufregung. Die exotische Ware landete für teilweise 20 Dollar pro Stück plötzlich ganz oben in den iTunes-Charts der Kategorie Bücher. Einige der Exemplare waren offenbar gekauft mit geklauten Passwörtern.

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Apple hat zwar mittlerweile reagiert und die verdächtigen Comic-Bücher aus dem Angebot genommen – der Fall wirft aber ein Schlaglicht darauf, wie empfänglich der iTunes Store für Manipulationen und Internet-Kriminalität ist. Das Vorgehen der iTunes-Gauner folgt meistens dem selben Muster: Es werden Massen-E-Mails mit Apple-Logo verschickt, in denen ein Gutschein für einige Gratis-Lieder im iTunes Store angeboten wird. Alles was man tun müsse, ist, sich bei iTunes einzuloggen, damit der Gutschein dem eigenen Konto gutgeschrieben werden kann.

Das ist dann der Moment, in dem das iTunes-Passwort gephisht wird, wie es in der Fachsprache heißt. Mit dem Passwort haben die Cyber-Kriminellen dann auch Zugang zu den hinterlegten Kreditkartendaten. Sollte man sein iTunes-Passwort außerdem noch für andere Online-Geschäfte nutzen, wird es doppelt gefährlich. Ganz offenbar besteht bei iTunes eine hohe Gefahr, auf solche Phishing-Attacken reinzufallen. Apple genießt ein hohes Ansehen bei seinen Kunden, der ganze iTunes Store vermittelt ein Gefühl großer Sicherheit.

Außerdem bestätigt man Zahlungen und andere Vorgänge nur mit seinem Passwort, die Kreditkartennummer wird nur einmal hinterlegt. Das senkt die Hemmschwelle und man ist bereit, einfach mal so einen Gratis-Gutschein aus unbekannter Quelle einzulösen. Von einem großangelegten Hacker-Angriff auf iTunes kann aber trotzdem keine Rede sein. Laut der Website MacRumors.com sind höchstens ein paar hundert iTunes-Konten im aktuellen Fall betroffen. Ein winziger Teil der vielen Millionen Konten, die es gibt.

Trotzdem ist Vorsicht angebracht. Die einfachsten Tipps sind dabei immer noch die besten: komplexe Passworte aussuchen (mit Zahlen, Sonderzeichen sowie Groß- und Kleinschreibung), für jeden wichtigen Account ein anderes Passwort wählen und, am wichtigsten: nicht auf vermeintliche Gratis-Verlockungen reinfallen.

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