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Agenturen: AFP und dpa kooperieren

AFP und dpa drehen die Zeit zurück: Die deutsche Presseagentur und die Agence France-Presse lassen ein Abkommen wiederaufleben, das sie 2007 unter dem Druck einer sich immer mehr verstärkenden Konkurrenzsituation beendeten. Die Agenturen erlauben nun ihren Konkurrenten das gesamte Inlandsmaterial mitzulesen und als Hinweisgeber zu nutzen. "Die Zusammenarbeit ermöglicht uns eine noch bessere Berichterstattung aus unserem wichtigsten europäischen Nachbarland", sagt dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner.

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Nach Meinung der deutschen Presseagentur, wird durch die erneute Kooperation vor allem die internationale Aufstellung der Hamburger gefestigt. Die "dpa unterhält aktuell Kooperations- und Austauschabkommen mit 46 Nachrichtenagenturen weltweit. Wir haben für unseren Kunden so beispielsweise auf die USA-Sportberichterstattung der AP in New York ebenso Zugriff wie auf Verlautbarungen der Xinhua in Peking", sagt dpa-Geschäftsführer Michael Segbers . Chefredakteur Büchner ergänzt: "Unser Netz von Korrespondenten und Informanten deckt 180 der 192 Länder ab, die in den Vereinten Nationen vertreten sind."

Eine erste Annäherung zwischen den beiden Agenturen gab es bereits Ende April. Damals lösten die Hamburger den Deutschen Depeschendienst (ddp) als Foto-Lieferanten der internationalen AFP-Dienste ab.

Erst am vergangenen Donnerstag präsentierten ddp und dapd ihr Konzept, mit dem sie die Deutsche Presseagentur "verzichtbar" ab September zu machen. Der neue Plan von dapd-Chef Cord Dreyer sieht vor, etwa 500 Meldungen aus Politik, Wirtschaft, Buntem und Boulevard mit seinem neuen Basisdienst pro Tag anzubieten. Die dpa kommt immerhin nach eigenen Angaben auf gut 800 im Schnitt, würde also weiter deutlich darüber liegen. Auch Dreyer rüstet im Wettlauf der News-Dienstleister auf: Bis zum Start will er 220 feste Journalisten sowie 77 feste Fotografen beschäftigen. Die dpa gibt 451 Redakteure für Text und Foto an, setzt diese aber auch für ein umfassendes Sportangebot ein, das dem dapd als einziger wichtiger Baustein auch künftig fehlen wird. Neun neue Büros in den Bundesländern plant Dreyer, 31 Standorte sollen es dann sein. Zum Vergleich: Die dpa unterhält 50 Dependancen.

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