Müller-Hohenstein: Ärger um Werbeauftritt

Kaum ist der "innere Reichsparteitag" halbwegs überstanden, steht offenbar schon der nächste Ärger ins Haus für Katrin Müller-Hohenstein. Auf der Internetseite der Molkerei Weihenstephan wirbt die ZDF-Journalistin als "Mitglied des Qualitätsbeirats" für Milchprodukte aller Art. ZDF-Chefredakteur Peter Frey ist so gar nicht erfreut über die Werbetätigkeit seiner WM-Moderatorin. "Ich gehe davon aus, dass dieser Internet-Auftritt schon bald Geschichte ist", so Frey gegenüber dem Medium Magazin.

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Während Katrin Müller-Hohenstein derzeit aus Südafrika von der FIFA-WM berichtet, deutet sich hierzulande neuer Ärger für die 44-Jährige an. Ein Werbevertrag mit dem Milchprodukte-Hersteller Weihenstephan sorgt für reichlich Unmut beim ZDF. "Ihr Internet-Auftritt auf den Seiten von Weihenstephan ist nicht glücklich und kann so nicht bleiben", so Peter Frey gegenüber dem Medium Magazin. Dies habe er seiner Kollegin bereits mitgeteilt.

Die Werbe-Kampagne war laut Medium Magazin unter anderem auf dem Online-Portal der Süddeutschen Zeitung geschalteet. In einem Weihenstephan-Image-Film lässt sich die 44-Jährige die Produktion von Milchprodukten erklären und sich durch die Molkerei führen.
Auf der Unternehmens-Homepage von Weihenstepahn wird zwar darauf hingewiesen, dass Müller-Hohenstein Moderatorin ist, nicht aber für welchen Sender. Sie selbst verweist auf ihre journalistische Kompetenz: "Die Aufgabe der Qualitätstester ist es, hinter die Kulissen zu schauen und sich selbst zu überzeugen, dass Weihenstephan beim Thema Qualität keine Kompromisse macht. Mit meinem journalistischen Wissen und meiner natürlichen Neugier unterstütze ich sie dabei", so Müller-Hohenstein auf der Seite.

Es gibt kein Verbot für ZDF-Journalisten, eine Nebentätigkeit anzunehmen, "solange diese keinen werblichen Charakter haben und die journalistische Glaubwürdigkeit nicht beeinträchtigen", sagt der ZDF-Chefredakteur. Vorgeschrieben ist, dass alle Nebentätigkeiten zu melden sind Des Weiteren kündigte Frey an, die derzeitigen Richtlinien zu erweitern und sprach sich für "eine Art Selbstverpflichtung" aus, die die bestehenden Kriterien noch klarer machen.

Katrin Müller-Hohenstein selbst äußerte sich bislang nicht dazu. Auch ihr Management, die Agentur TMA, war zu keiner Stellungnahme bereit.

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