Minus 15 Prozent: SWR muss sparen

Der SWR muss rigoros sparen: In den kommenden zehn Jahren will der SWR mit einem "strategischen Sparkurs" mindestens 15 Prozent seiner Kosten einsparen. Das kündigte SWR-Intendant Peter Boudgoust an.

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SWR-Chef Boudgoust sagte bei der Sitzung des Rundfunkrates in Stuttgart, mit dem Sparprogramm gehe eine strategische Neuausrichtung des Senders einher: "Wir werden dort überproportional sparen, wo es möglich ist, ohne das Programm zu schädigen. Dadurch können wir dort leistungsfähiger sein, wo wir auf keinen Fall Abstriche machen dürfen."
Einsparungen solle es zunächst vor allem bei den übergeordneten Etats der Intendanz, der Verwaltungsdirektion und der Direktion Technik und Produktion geben. In den folgenden Jahren seien aber nachhaltige Einschnitte in einzelnen Programmbereichen unausweichlich.
Nötig ist dieser Sparkurs, weil sich die Schere zwischen steigenden Kosten und rückgängigen Einnahmen immer weiter öffnet. Daran ändere auch das geplante neue Finanzierungsmodell auf Basis eines Haushaltsbeitrags nichts.
Zwar sei der Fortbestand des Senders vorerst gesetzlich gesichert, das allerdings sei eine trügerische Sicherheit, wie Boudgoust betonte: "Wir müssen jetzt handeln, wenn wir noch selbst bestimmen wollen, wohin die Reise geht. Nur so können wir auf die Herausforderungen einer sich stetig wandelnden Medienwelt reagieren."
Unklar ist bisher, ob mit den Einsparungen auch Entlassungen verbunden sind. Zwischen 2013 und 2020 gehen nach Senderangaben etwa 1000 Mitarbeiter in den Ruhestand, deren Stellen dann entweder unbesetzt bleiben, oder in einen anderen Bereich verlegt werden könnten.

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