Focus: Die ersten 50 gehen freiwillig

Beim Nachrichtenmagazin Focus gehen die ersten Lichter aus: Wie WuV meldet, haben bisher rund 50 Kollegen das Abfindungsangebot angenommen. Wegen Medienkrise und Anzeigenrückgängen soll die Mitarbeiterzahl deutlich reduziert werden, wie Chefredakteur und Herausgeber Helmut Markwort und Verlagsleiter Frank-Michael Müller Anfang des Monats mitgeteilt hatten. Bis zum heutigen 30. Juni wurde der Abschied zusätzlich mit einer Turbo-Prämie von 3,5 Monatsgehältern erleichtert.

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Wie WuV.de weiter berichtet, soll es an der Münchner Arabellastraße bereits erste Abschiedsfeiern für Kollegen gegeben haben. Allerdings könnte sich die Zahl der freiwilligen Kündigungen bis Ende Juli noch erhöhen. Theoretisch könnten 280 von 320 Focus-Mitarbeitern das Abfindungsangebot annehmen, das sich an alle unbefristet angestellten Mitarbeiter des Focus Magazin Verlags außer an Redaktionsmitglieder von Focus Money und Focus Schule richtet. Die Alternative ist wenig verlockend: Falls nicht genügend Mitarbeiter freiwillig gehen, würde es wohl zu einer Kündigungswelle kommen.

Mit den verbleibenden Mitarbeitern will der neue Chefredakteur Wolfram Weimer, der am 1. Juli seinen Job beginnt, den Focus "nachhaltiger" machen: Das Gründungsmotto "Fakten, Fakten, Fakten" wird abgelöst von "Relevanz, Relevanz, Relevanz". In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau sagte Weimer: "Diese Mannschaft ist kompetent, und ich habe den Eindruck, dass ihr die neue Form des Orientierungs-Journalismus hoch willkommen ist. Dass wir politischer werden, ist dabei nur ein Teil der Geschichte."

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