Die 20 meistverkauften Zeitungen in Hamburg

Nach dem Blick auf den Berliner Zeitungsmarkt schaut MEEDIA nun mit Hilfe der IVW-Verbreitungsanalyse auf die Verkaufszahlen in der zweitgrößten deutschen Stadt, Hamburg. Wie schon in Berlin ist die Zahl der verkauften Zeitungen pro 100 Einwohner auch hier mit 24 recht gering. Doch im Gegensatz zu Berlin liegt das in Hamburg wohl eher an kaum vorhandenen Konkurrenzsituationen. Axel Springer dominiert den Markt, belegt die Plätze 1, 2 und 4, nur die Hamburger Morgenpost kann sich dazwischen schieben.

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Wie schon für unsere Berliner Auswertung haben wir auch für Hamburg die Verbreitungsanalyse Tageszeitungen der IVW herangezogen. Sie erscheint alle zwei Jahre und bietet detaillierte Verkaufszahlen fast aller deutschen Blätter bis auf die einzelnen Gemeinden heruntergerechnet. Die IVW-VA bietet damit hochinteressante Daten für jeden Zeitungsmarkt der Republik. Für diese detaillierte Analyse melden alle teilnehmenden Verlage für eine Messwoche – diesmal war das die vom 9. bis 15. November 2009 – ihre nach Gemeinden aufgeschlüsselten Verkaufszahlen an die IVW. Dort werden die gemeldeten Zahlen dann auf das aktuelle Quartal – in diesem Fall das erste Quartal 2010 – hochgerechnet.

Die relativ klare Nummer 1 Hamburgs ist weiterhin das Hamburger Abendblatt. 137.555 Exemplare werden werktags in den Grenzen der Stadt abgesetzt, etwa 19.000 mehr als beim schärfsten Verfolger Bild, der auf 118.604 Verkäufe kommt. Im Gegensatz zu Berlin, wo sich die Bild relativ klar der örtlichen Boulevard-Konkurrenz geschlagen geben muss, liegt sie hier sehr deutlich vor der Hamburger Morgenpost. Die Mopo verkauft sich an Werktagen 70.585 mal und damit etwa 48.000 mal weniger als der große Springer-Konkurrent. Aber: Mit einem Minus von 4,0% innerhalb der vergangenen zwei Jahre hat sie deutlich weniger Käufer verloren als die Bild, die in Hamburg 10,1% der verkauften Auflage einbüßte. Das Hamburger Abendblatt musste im selben Zeitraum ein Minus von 7,9% verkraften.

Mit deutlichem Abstand folgt auf Platz 4 ein weiteres Axel-Springer-Objekt, das Duo aus Welt und Welt kompakt. Es verkaufte sich im ersten Quartal in Hamburg 35.966 mal und verweist die weiteren überregionalen Abo-Zeitungen F.A.Z. und Süddeutsche klar auf die nächsten Ränge. Wie auch in Berlin liegt die F.A.Z. dabei vor dem Münchner Konkurrenten. Weitere Überregionale folgen mit dem Handelsblatt und der Financial Times Deutschland auf den Plätzen 8 und 9, das Handelsblatt schlägt die FTD also auch in deren Redaktions-Heimat Hamburg. Vor die beiden hat sich noch die Bergedorfer Zeitung gekämpft, direkt hinter der FTD folgt mit den Harburger Anzeigen und Nachrichten ein weiterer Titel aus dem Hamburger Raum.

Die beiden letzten Blätter mit nennenswerten Verkäufen in Hamburg belegen die Ränge 11 und 12: die Frankfurter Rundschau mit 4.649 Exemplaren und die tageszeitung mit 4.441. Alle anderen liegen klar unter der 1.000er-Marke. Die Ränge 13 bis 15 gehen dabei an das Berliner Trio Berliner Zeitung, Tagesspiegel und Berliner Kurier, das Neue Deutschland verkauft sich in Hamburg 226 mal pro Tag, Buxtehuder Tageblatt/Altländer Tageblatt, Kieler Nachrichten, HAZ und Neue Presse Hannover, sowie der Express aus Köln komplettieren die Hamburger Zeitungs-Verkaufs-Charts:

Als nächstes blicken wir in unserer kleinen Reihe von Auswertungen aus der IVW-Verbreitungsanalyse Tageszeitungen auf den wesentlich umkämpfteren Markt München. Hier streiten sich u.a. Abendzeitung, Bild, Münchner Merkur, Süddeutsche Zeitung und TZ um die Käufer. Und: Mit ca. 34 verkauften Tageszeitungen pro 100 Einwohner hat München auch viel treuere Zeitungsleser als Hamburg und Berlin. Die interessanten Ergebnisse zum Zeitungsmarkt München lesen Sie noch in dieser Woche bei MEEDIA.

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Alle Kommentare

  1. Hamburg Messerstecher

    Polizeibekannter Islamist in Hamburg sollte abgeschoben werden, konnte aber nicht, weil Papiere fehlten. Dafür wurde er zum Mörder! 

    Unsere Politiker können uns nicht mehr schützen. Sie schützen eher Verbrecher vor der Abschiebung. 

    Wann wird endlich rigoros abgeschoben? 

    Jede durch Islamisten, Illegale, angebliche Flüchtlinge getötete, verletzte Person hier in Deutschland ist Opfer einer falschen Flüchtlings-und Abschiebepolitik. Damit sind die Politiker verantwortlich für alle bisherigen und weiteren Anschlagsopfer, sie tragen eine Mitschuld, sie machen solche Taten durch ihr Nichtstun möglich. Durch diese falsche Politik ist jeder Bürger ob im Supermarkt,  auf dem Bahnhof oder auf der Straße ein gefährdetes Anschlagsopfer und die Politiker schauen zu, handeln nicht.

    Jeder Bürger sollte endlich mal bei den nächsten Wahlen entsprechend handeln, um nicht selbst einmal Opfer zu werden! Mitleidsbekundungen nützen und helfen nicht, weil es dann schon zu spät ist. Politiker handeln nicht,  also muß der Wähler handeln, solange man noch handeln kann.

    F.Merkel
    Berlin

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