Le Monde scheint gerettet

Die führende französische Zeitung Le Monde scheint vorerst gerettet. Nach dem Rückzug eines Bieterkonsortium um die Telefongesellschaft Orange kommt ein Investoren-Trio zum Zuge, das aus dem Bankier Matthieu Pigasse, dem Internet-Milliardär Xavier Niel und dem langjährigen Partner von Yves Saint Laurent, Pierre Bergé besteht. Damit ist der Versuch von Staatspräsident Nicolas Sarkozy gescheitert, die Übernahme der Mehrheit durch die der Linken nahe stehenden Investoren zu verhindern.

Anzeige

Mit ausschlaggebend war eine Abstimmung der Société des Rédacteurs du Monde (SRM), die sich zu 91 Prozent für das Trio und gegen den Telekom-Konzern aussprachen. Womöglich hat die Intervention des Präsidenten die Abneigung der Redakteure, die seit 1951 die Mehrheit der Anteile besaßen, noch verstärkt. In der Gruppe um Orange galten Claude Perdriel, Herausgeber des Nouvel Observateur, und der Verleger Arnault Lagardère als führende Kräfte; beide zählen zu den politischen und persönlichen Freunden Sarkozys.

Le Monde benötigt nach Schätzungen etwa 100 Millionen Euro, um dauerhaft fortbestehen zu können. Der Aufsichtsrat stimmte am Montag abend in einer knappen Abstimmung zu, das Angebot des Trios anzunehmen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige