Gruner + Jahr übernimmt 11 Freunde

Vor Wochen erst erhielt der Live-Ticker des Fußballmagazins 11 Freunde noch einen Henri Nannen Preis für die "herausragende humorvolle Berichterstattung". Jetzt hat auch der Preis-Stifter, Gruner + Jahr, gut lachen. Die Hamburger übernehmen rückwirkend zum 1. Juni 51 Prozent der Anteile an dem "Magazin für Fußballkultur". Die bisherigen Macher des Buffer-Magazins, Geschäftsführer Matthias Hörstmann und Chefredakteur Phillipp Köster, bleiben auch weiterhin an Bord.

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Bislang hielt Hörstmann 75 Prozent und Köster 25 Prozent an dem Berliner Verlag. Nach der Übernahme durch Gruner + Jahr behält der Chefredakteur noch 15,7 Prozent und Hörstmann 33,3 Prozent.

Die Hamburger sortieren ihre Neuerwerbung in den Verlagsbereich Frauen/Familie/People unter der Regie von Geschäftsführer Volker Breid ein. Die Vermarktung übernimmt G+J Media Sales. Zusammen mit Köster übernimmt Gala-Manager Nils Oberschelp zusätzlich noch den Job eines Geschäftsführers beim Berliner Verlag, der gerade die 100. Ausgabe seines Fußball-Magazins feierte.
"Gruner + Jahr steht wie kein zweiter Verlag in Deutschland für Qualitätsjournalismus, aber auch für hoch professionelle Vermarktung", kommentiert Chefredakteur Köster. "Wir haben einen Partner gefunden, der unserem Magazin weit reichende Entwicklungsperspektiven bietet."
"Mit 11 Freunde beteiligen wir uns an einem Magazin, das sich mit seinem hohen journalistischen Qualitätsanspruch und positivem Image im Anzeigen- und Lesermarkt perfekt in das G+J-Qualitätsportfolio einfügt", sagt G+J-Verlagsgeschäftsführer Volker Breid. "Wir investieren in eine tolle Marke und ein profitables, stark wachsendes Unternehmen mit exzellenten wirtschaftlichen Perspektiven. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Team um Matthias Hörstmann und Philipp Köster.“
11 Freunde ist eine echte Print-Erfolgsgeschichte. Im vergangenen Jahr konnte das Magazin seine Auflage um 10,5 Prozent, auf nun 63,439 Exemplare, steigern. Im ersten Quartal 2010 lag der Verkauf sogar bei 78.839 Heften. Der Markt der Fußballzeitschrift gilt als schwierig und hart umkämpft. So verloren im vergangenen Jahr 39 der 50 auflagenstärksten Sportzeitschriften Leser.

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