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BBC setzt auf Video-on-Demand

Der Aufsichtsrat des britischen öffentlich-rechtlichen Senders BBC hat die Einführung des Projekts Canvas bewilligt. Damit darf die BBC künftig unter einigen Bedingungen Video-on-Demand-Dienste anbieten.

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"Der BBC-Aufsichtsrat hat beschlossen, dass das Project Canvas einen großen Mehrwert für die Öffentlichkeit liefert", so BBC Treuhänderin Diane Coyle. "Menschen mit einer Breitbandverbindung können eine breite Palette von On-Demand-Inhalten kostenlos empfangen. Die endgültige Entscheidung darüber wird voraussichtlich im Dezember fallen.

Die Entscheidung hat in Großbritannien einige Kritik nach sich gezogen. Besonders heikel ist die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlich-rechtlichen Sender und der Industrie. Auch den privaten Konkurrenten BskyB und Virgin Media ist die Bewilligung ein Dorn im Auge. Ein Sprecher von Virgin Media zeigte sich enttäuscht über die Bewilligung des Canvas-Projekt: "Das Canvas-Projekt wird den Wettbewerb beschränken und Innovation verhindern. Das wird auch den verbraucher schädigen."  Auch ein BskyB-Sprecher sieht in dem Projekt eine "unnötige Verschwendung öffentlicher Mittel."

Die BBC verpflichtet sich damit, einige Auflagen zu erfüllen. Die technischen Voraussetzungen müssen innerhalb der nächsten 20 Tage erfüllt werden. Zudem müssen die Dienste der Canvas Plattform immer frei empfänglich für den Nutzer sein. Es ist jedoch möglich, zusätzliche Bezahlangebote von Drittanbietern auf der Seite anzubieten. Der Zugang zum Projekt Canvas darf jeodoch nicht im Zusammenhang mit anderen Produkten angeboten werden. Darüber hinaus muss die BBC sicherstellen, dass keine bestehenden EU-Beihilferichtlinien gebrochen werden.

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