ZDF-Fernsehrat genehmigt Onlinekonzepte

Der ZDF-Fernsehrat hat in der Sitzung am Freitag die Telemedienkonzepte des Senders sowie von 3sat und Phoenix durchgewunken. Die Angebote, so erläutert der Fernsehratsvorsitzende Ruprecht Polenz, würden den demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen der Gesellschaft entsprechen und einen qualitativen Beitrag zum publizistischen Wettbewerb und zur Meinungsbildung leisten.

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Wie ein Gutachten ergab, sollen die Internetseiten des ZDF nur geringe Auswirkungen auf die Wettbewerber haben. Der Anteil der werbefinanzierten Anbieter würde lediglich in einem Umfang von 0,4 Prozent des Marktes profitieren, wenn alle ZDF-Onlineangebote vom Netz genommen werden würden.
ZDF-Intendant Markus Schächter  begrüßte das Ergebnis des Drei-Stufen-Tests. Damit sei eine "belastbare Rechtsgrundlage und damit Planungssicherheit für die Online- und Teletextangebote des ZDF" geschaffen. Er wies aber auch auf Einschränkungen für die Nutzer der Onlineangebote hin: "Die Festlegungen des 12. Rundfunkänderungs-Staatsvertrags und das Ergebnis des Drei-Stufen-Tests führen für die Nutzer zu erheblichen Einschränkungen. Anders als im Netz eigentlich üblich und normal, verschwinden viele ZDF-Angebote schon nach kurzer Zeit und können dort nicht mehr zur Recherche und Vertiefung abgerufen werden." Beispielsweise müssten Sendungen zu Spitzensportereignissen wie der Fußball-WM nach 24 Stunden aus dem Netz genommen werden. "Den Interessen von Verlegern und kommerziellen TV-Sendern wurde damit sehr weitgehend Rechnung getragen. Zugleich hat die Prüfung ergeben, dass die Auswirkungen unserer Angebote auf die Geschäftsmodelle der kommerziellen Veranstalter marginal sind. Ich hoffe, dass damit der Dauerstreit über die Zulässigkeit öffentlich-rechtlicher Onlineangebote ein Ende hat", so Schächter.
Gestern hatte VDZ-Chef Wolfgang Fürstner mit Blick auf die Entscheidung der ARD-Rundfunkräte zu den Onlineplänen der Sendeanstalt die "endgültige Absage an ein ausbalanciertes, faires System von öffentlich-rechtlichen und privaten Medien" moniert.

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