Politik: BP muss PR-Schlappe einstecken

Der Ölkonzern BP hat das Sponsoring des diesjährigen Sommerfestes des Bundespräsidenten abgesagt. Wie der Spiegel berichtet, hatten Politiker von SPD und Grüne im Vorfeld das potenzielle Engagement als "obszön" bezeichnet, wenn von BP bezahltes Essen verspeist werde, "während Vögel und Meerestiere in klebriger Ölschlacke verenden".

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BP teilte daraufhin mit: "Im Mittelpunkt des Sommerfestes stehen der Bundespräsident und das bürgerschaftliche Engagement der Gesellschaft. BP möchte in keiner Weise Anlass zu Diskussionen im Umfeld des Sommerfestes geben und damit die eigentliche Intention des Festes stören."
SPD-Chef Gabriel sagte, dass der Konzern sein Geld lieber den Opfern der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zukommen lassen sollte. Der Bild-Zeitung sagte er, dass er sich schämen würde, wenn er sich von BP bewirten lasse.
Die Party im Park von Schloss Bellevue ist für den 2. Juli vorgesehen. BP wollte an dem Tag neben dem Sponsoring des Caterings Projekte aus den Bereichen Schule, Zivilgesellschaft und Ehrenamt vorstellen. "Es lag in unserer Absicht, das Fest mit unserem Engagement zu stärken und Impulse hierzulande zu setzen", teilte der Konzern mit. "Dies erscheint uns so nicht mehr möglich zu sein." Bereits im vergangenen Jahr aß die Gesellschaft auf Kosten des Ölkonzerns.  

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