N24 soll neues Sat.1-Magazin produzieren

Im Interview mit der Frankfurter Rundschau sprechen die TV-Manager Stefan Aust und Torsten Rossmann darüber, was sie mit dem neu erworbenen Nachrichtensender N24 vorhaben. U.a. soll ein neues wöchentliches Magazin für Sat.1 produziert werden. Dafür wird N24 im Jahr 2011 sogar eine neue Tochterfirma gründen. Außerdem wird ein Netzwerk mit Video-Journalisten aufgebaut, ein neuer Vermarkter gesucht und Austs Magazinprojekt "Woche" soll doch noch realisiert werden - egal ob Print oder Online.

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Sollte das Magazin-Konzept "Woche", das Stefan Aust im Auftrag der WAZ entwickelte, tatsächlich noch Realität werden, säße die Redaktion am derzeitigen Standort von N24 am Potsdamer Platz in Berlin. Im Interview mit der FR lässt Aust kaum einen Zweifel, dass die "Woche" auf die eine oder andere Art erscheinen wird. Vor kurzem erst habe er das Konzept auf Einladung der Beraterfirma Boston Consulting auf dem Bonner Petersberg vorgestellt. Aust in der FR: "Kommt ein Verlag als Partner dazu, wird es auch ein Printmagazin, kommt keiner dazu, realisieren wir es online."

Das neue TV-Magazin für Sat.1 soll ein wöchentliches, aktuelles Magazin werden. Die Zusage von Sat.1 beziehe sich auf 42 Folgen für eineinhalb Jahre, so Rossmann in der FR. Um die Produktion bei N24 im Kerngeschäft zu verschlanken, würden zunächst 72 Stellen abgebaut, sagte Rossmann. Sendungen sollen künftig stärker formatiert werden und in der Regel nur 15 Minuten lang sein.

Im vierten Quartal 2011 soll ein bundesweites Netzwerk mit Videojournalisten aufgebaut werden, wofür 13 neue Stellen geschaffen werden sollen. Bei N24 hat man offenbar sehr konkrete Vorstellungen über einen recht langen Zeitraum hinweg. Vorstellen kann sich Stefan Aust auch, wieder bei "Talk im Turm" aktiv zu werden, sollte Sat.1 das Format tatsächlich wiederbeleben. Allerdings nur hinter der Kamera. "Selbstverständlich" werde man sich um den Produktionsauftrag bemühen, sollte er ausgeschrieben werden, sagte Aust. Moderieren werde er "Talk im Turm" aber sicher nicht noch einmal. Aust hatte die Talkshow nach dem Ausstieg von Erich Böhme kurzzeitig schon einmal moderiert. Mit überschaubarem Erfolg.

Ansonsten suchen Aust und Rossmann derzeit nach einem Vermarkter, der eine eigene Abteilung für N24 aufbauen soll und Aust denkt darüber nach, seine eigene Produktionsfirma agenda media bei N24 einzubringen. Dafür seien aber noch Gespräche mit Studio Hamburg nötig, das Gesellschafter bei agenda media ist. Bei Nachrichtensendern ist es wie bei den Nachrichten – alles ist im Fluss.

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