Yahoo: Web bietet Einzelhandel große Chancen

Ohne Informationen aus dem Netz fällt kaum eine Kaufentscheidung: Das ist das zentrale Ergebnis der repräsentativen Yahoo-Branchenstudie zum Informations- und Kaufverhalten von Konsumenten. Damit wird der allgemeine Wachstumstrend des World Wide Web bestätigt.

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Nicht neu, aber auch in der Untersuchung erneut deutlich belegt: Die Suche ist Dreh- und Angelpunkt bei der Recherche im Web. In der Studie untersuchte Yahoo Deutschland, wie sich Konsumenten heutzutage über verschiedenste Produkte des täglichen Lebens informieren, welchen Einfluss die Informationsquellen auf die Kaufentscheidung haben und wo die Artikel anschließend gekauft werden. Im Fokus standen die Einzelhandelsbranchen "Bekleidung und Schuhe", "CD/DVD, Computerspiele, Software", "Unterhaltungselektronik", "Möbel und Wohnaccessoires", "Lebensmittel" sowie "Heimwerkerbedarf".
64 Prozent der Onliner geben an, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten einen Artikel aus dem Bereich "CD/DVD, Spiele, Software" online gekauft haben. Artikel aus dem Bereich "Unterhaltungselektronik" wurden von 40 Prozent innerhalb der letzten 12 Monate im Web gekauft, wobei hier die Frequenz aufgrund der Kostenintensität und Langlebigkeit von Produkten wie Fernsehgeräten, Mobiltelefonen, MP3-Playern etc. weniger hoch ausfällt. Die Studie zeigt darüber hinaus, dass auch immer mehr Produkte aus anderen Branchen online bezogen werden. Vor allem die Modebranche boomt im Internet: 62 Prozent der Onliner haben im letzten Jahr und 44 Prozent im letzten Quartal "Bekleidung und Schuhe" online bestellt. Sogar für den Kauf von "Lebensmitteln" und andere Artikel des täglichen Bedarfs (30 Prozent im letzten Jahr), "Möbeln und Einrichtungsaccessoires" und "Heimwerkerbedarf" (jeweils 28 Prozent in den letzten 12 Monaten) gehen die Verbraucher immer häufiger ins Netz.
Vor dem Kauf steht für viele Konsumenten zuerst die Information über das gewünschte Produkt. Je nach Produkt und Branche variiert der Recherchebedarf jedoch deutlich: Bei "Unterhaltungselektronik" gibt es für jeden zweiten Käufer keinen Einkauf ohne vorherige eingehende Informationsphase (53 Prozent). Im Bereich "CD/DVD, Spiele und Software" sind es immerhin noch ein knappes Drittel (30 Prozent), und bei den teils hochpreisigen "Möbeln und Wohnaccessoires" über ein Viertel (27 Prozent). Spontankäufe werden dagegen überwiegend in den Bereichen "Bekleidung und Schuhe" und bei "Lebensmittel" getätigt: Hier gaben nur 13 Prozent bzw. 11 Prozent an, dass sie (fast) immer vor dem Kauf recherchieren.
Auch wenn die Kunden sich am häufigsten im Geschäft vor Ort zum Produkt erkundigen, werden Informationen auch aus dem Netz abgerufen. Damit teilen sich der Einzelhandel und das Internet den ersten Platz der am häufigsten genutzten Recherchequellen vor dem Kauf: Im Bereich "CD/DVD, Spiele und Software" sowie "Unterhaltungselektronik" liegt das Internet mit jeweils 84 Prozent deutlich vor dem Einzelhandel. Dieser führt dagegen bei "Bekleidung und Schuhe" (67 Prozent) sowie "Möbel und Wohnaccessoires" (69 Prozent) die Rangliste an, also bei Produkten, wo Faktoren wie Design, Haptik und Passform von zentraler Bedeutung sind und es große Qualitätsunterschiede gibt. Deutlich abgeschlagen zeigen sich traditionelle Werbemittel wie Kataloge, Prospekte und kostenlose Anzeigenblätter, die als Informationsquelle für die Kunden nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Die einzige Ausnahme bildet der Bereich "Lebensmittel": Hier werden noch oft Prospekte (54 Prozent) und kostenlose Anzeigenblätter (56 Prozent) zu Rate gezogen.
Zur Studie: ENIGMA GfK Medien- und Marktforschung GmbH führte die Untersuchung im Auftrag von Yahoo! Deutschland im Januar 2010 durcht. 1.500 Personen wurden über ein Online-Panel befragt. Die Stichprobe ist anhand der Kriterien Alter, Geschlecht und Bildung für die deutschen Internetnutzer repräsentativ.

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