RBB sorgt sich um magere Zukunft

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) sorgt sich um eine magere Zukunft nach der Gebührenreform: Eine hausinterne Strategiegruppe hat 47 Millionen Euro weniger Einnahmen pro Jahr errechnet und befürchtet, dass der Sender sich nur noch "ein reduziertes Programmangebot leisten" könne. Intendantin Dagmar Reim kommentiert: "rbb ist der erste Sender der ARD, der sich so tiefgreifend mit Zukunftsszenarien befasst. Wir werden alles dafür tun, dass diese Szenarien nie Wirklichkeit werden."

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Die Rechnungen beruhen auf der Prognose des ARD-Vorsitzenden Peter Boudgoust, nach der sich die ARD bis zum Jahr 2020 auf 15 Prozent geringere Gebühreneinnahmen einstellen müsse. Damit, so lässt der Sender wissen, könnten "Fernseh-Eigenproduktionen und die Zulieferungen zur ARD nicht mehr im bisherigen Umfang aufrecht erhalten werden". Die Strategiegruppe empfiehlt der Geschäftsleitung, die Strukturen des rbb zu prüfen sowie weitere Kooperationen innerhalb der ARD anzustreben.

Hans Helmut Prinzler, Rundfunkratsvorsitzender des Senders, lobt ebenfalls die Vorausschau der Senderstrategen: "Der rbb beschäftigt sich bereits heute mit einer Lage, die in mittlerer Zukunft eintreten könnte. Der Rundfunkrat schätzt diese Weitsicht und wird die Geschäftsleitung darin unterstützen, möglichst viel Programm zu erhalten."

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