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Kai Diekmanns Anti-Telekom-Video

Bild-Chefredakteur Kai Diekmann hat ganz ohne Zweifel Humor. Nachdem er für sein mittlerweile eingestelltes Ego-Blog bei der Telekom Daten-Roaming-Kosten in Höhe von rund 46.000 Euro erzeugt hat, inszeniert er sich in einem gefakten Spiegel-TV-Beitrag bei YouTube als "Roaming-Opfer Kai D.". Das Filmchen ist in bester Spiegel-TV-Manier produziert und zeigt Diekmann mit Augenbalken und Lidl-Tüten. Am Ende des knapp zweiminütigen Films gibt es sogar einen eingeblendeten Spenden-Aufruf.

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"Vielleicht hilft mein Fall ja wenigstens, künftig solche menschenverachtenden Ungerechtigkeiten zu verhindern", sagt der "Angestellte aus Brandenburg" von seinem Chefredakteurs-Schreibtisch aus in dem Video, "bitte, bitte helfen sie mir dabei." Dann wird ein Logo "Anonyme Roaming Opfer" mit Totenkopf und Telefonhörern eingeblendet und ein Spendenkonto bei der Deutschen Bank, "Verwendungszweck: "Roaming-Opfer".

Hintergrund: Kai Diekmann machte im Januar Urlaub in Marokko, dreht dort Videos für sein mittlerweile abgeschaltetes Weblog www.kaidiekmann.de und lud die Videos mit deutschem Mobilfunkvertrag der Telekom direkt ins Netz. Die aufgelaufenen Roaming-Kosten bezifferten sich auf rund 46.000 Euro. Als jüngst Telekom-Chef René Obermann als Gastredner vor Springer-Führungskräften auftrat und u.a. auch über Roaming-Kosten sprach, wurde er von Diekmann mit der Riesen-Rechnung konfrontiert. Obermann soll abgewiegelt haben. Er kenne den Fall nicht, Diekmann müsse sich an die Beschwerdestelle wenden.

Diekmann muss allerdings nicht selbst zahlen der Springer-Verlag hat die Kosten übernommen. Jetzt schlägt Diekmann mit ätzender Ironie auf YouTube zurück und bringt damit, passend zur Urlaubszeit das Reizthema Roaming-Kosten auf die Agenda. Spiegel TV erklärte auf Anfrage, mit der Produktion des Beitrag nichts zu tun zu haben.

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