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Erfolg für YouTube gegen Medienindustrie

Google hat einen juristischen Erfolg für seine Videoplattform Youtube gegen den Kläger Viacom als "Meilenstein nicht nur für uns, sondern für Milliarden von Internetznutzern" gefeiert. Ein New Yorker Richter hat eine auf eine Milliarde Dollar taxierte Schadenersatzklage von Viacom abgewiesen: Googles Verhalten gegenüber von Nutzern hochgeladenen Inhalten sei durch den "Digital Millennium Copyright Act" gedeckt. Auch neutrale Beobachter werten die Entscheidung als Durchbruch für Internetunternehmern, die offene Plattformen für fremde Inhalte anbieten.

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Die Klage von Viacom ist drei Jahre alt und hängt seitdem als latente Drohung über dem Geschäftsmodell von YouTube und anderen Seiten, die massenhaft von Nutzern hochgeladenen Inhalten eine Plattform bieten. Der Bundesrichter Louis L. Stanton in Manhattan argumentiert, Google habe mögliche Verletzungen von Urheberrechten zwar geduldet und sogar begrüßt, könne aber nicht für den Einzelfall verantwortlich gemacht werden. Wenn YouTube auf Verletzungen hingewiesen wurde, habe das Unternehmen stets zügig gelöscht.

Viacom hat eine Berufung abgekündigt, während Googles Anwalt Kent Walker bereits frohlockt, damit seien "alle derartigen Verfahren erledigt".
 
Das Wall Street Journal wertet die Entscheidung als wichtige Etappe in einer Serie von Urteilen, die zugunsten von Internet-Unternmehmen ausfielen. Nutznießer dieser Tendenz sind viele Seiten von Facebook bis zu Foto-Comunities, die von hochgeladenen Dateien leben, ohne ein mögliches Copyright prüfen zu können oder zu wollen.

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