Mahr zwischen Krone und Falstaff

Bewegte Zeiten für den früheren RTL-Chefredakteur Hans Mahr: In Österreich wird der ehemalige "Krone"-Journalist als künftiger Chefredakteur des Boulevard-Blatts gehandelt, was natürlich von der Entwicklung bei den Besitzverhältnissen zwischen den Dichand-Erben und der WAZ-Gruppe abhängt. Dem Branchenblatt "werben und verkaufen" sagte Mahr, dass er ab September als Herausgeber für eine deutsche Ausgabe des Genuss-Titels namens Falstaff fungieren wird, der in Österreich seit 1980 vorwiegend über Wein schreibt.

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Er sei mit 15 Prozent am Unternehmen beteiligt, erklärt Mahr, der sich laut w+v  "freut, dass mit Falstaff sein Hobby Teil seines Berufslebens wird". Den künftigen Konkurrenten Feinschmecker (Jahreszeiten-Verlag) bezeichnet der spitzzüngige Mahr en passant als "Illustrierte". Einen deutschen Falstaff-Chefredakteur soll nicht geben, er selbst werde in seiner Rolle als Herausgeber "bei den Redaktionskonferenzen dabei sein und meine journalistische Kompetenz einbringen". Die Geschäftsführung übernimmt gemäss w+v Ursula Haslauer, derzeit noch Verkaufsleiterin bei der Verlagsgruppe Handelsblatt.
Bei der Wiener Kronen-Zeitung könnte Mahr, einst Berater des jetzt verstorbenen Hans Dichand, als Chefredakteur gefragt sein, wenn der noch vom Vater als Chefredakteur installierte Christoph Dichand auf den Herausgeber-Posten wechselt. Die WAZ will nach Berichten aus Österreich einen geschäftsführenden Chefredakteur bestellen.

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