Trotz Mittagszeit: 22 Mio. WM-Fans im ZDF

Unglaublich, aber wahr: Trotz der mittäglichen Anstoßzeit 13.30 Uhr sahen 22,01 Mio. Fans das deutsche WM-Spiel gegen Serbien vor den heimischen Fernsehern. Der Marktanteil lag bei unfassbaren 84,8%. Und: Die Fans, die das Match im Public Viewing oder bei der Arbeit gesehen haben, sind in den 22 Mio. nichtmal enthalten. Natürlich konnte selbst das Prime-Time-Spiel der Engländer da nicht mithalten: 10,89 Mio. (36,7%) sahen die zweite Hablzeit des 0:0 gegen Algerien bei RTL.

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Der Freitag im Gesamtpublikum:
Nach der Niederlage gegen Serbien und den 22,01 Mio. Fans dürfte Das Erste am Mittwoch gute Chancen haben, einen neuen Alltime-Quotenrekord aufzustellen: Das entscheidende Spiel gegen Ghana könnte die erste TV-Sendung in der deutschen Geschichte werden, die mehr als 30 Mio. Zuschauer vor den heimischen Fernsehern erreicht. Die meisten der 22 Mio. ZDF-Zuschauer schalteten nach der deutschen Niederlage zwar wieder aus, doch auch das folgende Match zwischen Slowenien und den USA holte noch gute Quoten: 7,40 Mio. Seher reichten um 16 Uhr für 46,6%. Das Abendspiel zwischen England und Algerien schalteten bei RTL schließlich 8,46 Mio. in Halbzeit 1 und 10,89 Mio. in Durchgang 2 ein – Marktanteile von 28,0% und 36,7%. Für ein Prime-Time-Spiel waren das bei dieser WM relativ maue Zahlen.

Andere TV-Programme hatten wie gehabt keine Chance auf vordere Plätze der Quotencharts. Am erfolgreichsten war die ZDF-Krimiserie "Ein Fall für zwei", die um 20.15 Uhr mit 4,54 Mio. Zuschauern erstaunlich gute 15,4% erreichte. Trotz Fußball wollen also viele Fans nicht auf ihren Freitagskrimi verzichten. Die "SOKO Leipzig" kam im Anschluss auf annehmbare Werte von 3,67 Mio. und 12,0%, für ARD-Romanze "Die Pferdeinsel" entschieden sich immerhin 3,92 Mio. Leute (13,1%).

Die anderen Privatsender landeten abends im Gesamtpublikum unter ferner liefen: Sat.1 kam mit dem "Sechserpack" um 21.15 Uhr auf 1,86 Mio. Zuschauer (6,0%), ProSiebens "Per Anhalter durch die Galaxis" fand 1,45 Mio. Zuschauer (4,9%), Vox feierte erst um 22.45 Uhr mit "Law & Order: Special Victims Unit" ihren größten Erfolg: 1,74 Mio. und 8,7%, überholte aber auch um 20.15 Uhr mit "CSI: NY" und 1,69 Mio. (5,8%) ProSieben. RTL IIs "Lebe und denke nicht an morgen" versagte mit nur 0,79 Mio. Zuschauern und 3,0%, kabel eins holte sich die meisten Zuschauer um 21.15 Uhr mit "Cold Case": 1,04 Mio. (3,4%).

Der Freitag bei den 14- bis 49-Jährigen:
Auch im jungen Publikum dominierte natürlich wieder der WM-Fußball. 9,54 Mio. 14- bis 49-Jährige (87,2%!) sahen das Deutschland-Spiel um 13.30 Uhr im ZDF, 5,28 Mio. bzw. 4,20 Mio. die beiden Halbzeiten des England-Matches bei RTL und 3,18 Mio. dazwischen das Slowenien-USA-Spiel im ZDF. Natürlich kam auch hier kein WM-fremdes Programm in den Quotencharts zwischen die Fußballspiele. Die meisten jungen Zuschauer erkämpfte sich um 23.15 Uhr nach dem Fußball die RTL-Comedy "Böse Mädchen" mit immerhin noch 1,29 Mio. 14- bis 49-Jährigen (16,8%). Knapp dahinter folgen einige Episoden der Sat.1-Sketch-Comedy "Sechserpack". Um 21.15 Uhr kam sie mit 1,19 Mio. sogar auf sehr ordentliche 10,0%, nach Ende des Fußballs um 22.45 Uhr sogar auf 11,6%. Während des WM-Spiels gab es aber nur 6,5% bis 7,1%.

Auf immerhin 9,5% kletterte der ProSieben-Film "Per Anhalter durch die Galaxis" – auch das kann gegen den WM-Fußball durchaus als annehmbare Zahl bezeichnet werden. 1,09 Mio. Werberelevante zogen den Film dem Fußball vor. Über die Mio.-Marke sprang auch noch die 20-Uhr-"Tagesschau" des Ersten  mit 1,03 Mio. und 11,3%, danach fiel man mit "Die Pferdeinsel" auf solide 0,72 Mio. und 6,4%. In der zweiten Privat-TV-Liga setzte sich Vox mit "Law & Order: Special Victims Unit" an die Spitze: 0,95 Mio. reichten um 22.45 Uhr für 10,7%. Um 20.15 Uhr gab es zuvor mit 0,85 Mio. immerhin 7,9%. kabel eins kam "Ghost Whisperer" und "Cold Case" immerhin auf 5,3% bis 5,5% und RTL II erreichte mit "Lebe und denke nicht an morgen" ähnliche 5,8%.

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