Schneider kritisiert N24-Verkauf

Der Chef der nordrhein-westfälischen Landesmedienanstalt, Norbert Schneider, übt Kritik an dem ProSiebenSat.1-Verkauf des Nachrichtensenders N24. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, äußerte sich Schneider dahingehend, dass Nachrichten für einen Sender unbezahlbar seien und für ein bestimmtes Image sorgten. Dementsprechend kritisierte er die Äußerung des Konzernchefs Thomas Ebeling, der zuvor N24 als Verlustgeschäft bezeichnet hatte.

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Schneider sagte gegenüber der Zeitung: "Schöne Frauen und gute Nachrichten kosten nun einmal Geld." Ebeling würde die goldene Regel der Branche befolgen, die laute, dass im Kleinen gespart werde, wenn man im Großen nicht weiterkommt.
Zudem wundert sich Schneider über die neue Rolle des N24-Chefredakteur Peter Limbourg, der nun als "Senior Vice President Nachrichten & Politische Information" tätig ist. "Er sitzt künftig gewissermaßen an der Tür und schaut, was an Nachrichten durchkommt. Sein Titel ist vermutlich nur ein verbales Trostpflaster für die Tatsache, dass ProSiebenSat.1 überhaupt noch eine Adresse für Nachrichten hat", so Schneider.
Es belieb abzuwarten, wie sich die Nachrichten nun entwickeln. Notfalls, so Schneider, könnten die Politiker der Länder ja den Rundfunkstaatsvertrag ändern.

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