Abowelt: Kampf um Preise und Prämien

Der Traumkunde eines jeden Verlagsmanagers ist ein treuer Abonnent. Bei der Neukundenakquise hat sich längst ein für den Endverbraucher schwer durchschaubares System aus Zwischenhändlern und Direktvertrieb etabliert, bei dem es für jeden Titel unterschiedlichste Rabatte und Prämien gibt. Das Start-up Abowelt.de ordnet nun das Chaos und zeigt für jedes Magazin das günstigste Angebot. Nebeneffekt: Es ist gut zu erkennen, welche Titel von den Verlagsmanagern gerade besonders gepusht werden.

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Der Traumkunde eines jeden Verlagsmanagers ist ein treuer Abonnent. Bei der Neukundenakquise hat sich längst ein für den Endverbraucher schwer durchschaubares System aus Zwischenhändlern und Direktvertrieb etabliert, bei dem es für jeden Titel unterschiedlichste Rabatte und Prämien gibt. Das Start-up Abowelt.de ordnet nun das Chaos und zeigt für jedes Magazin das günstigste Angebot. Nebeneffekt: Es ist gut zu erkennen, welche Titel von den Verlagsmanagern gerade besonders gepusht werden.

Diese Frage beantwortet die Rubrik "Abos mit der größten Ersparnis. Dort führt unangefochten die Petra aus dem Jahreszeitenverlag. Ein Jahresvertrag für das Frauenmagazin kostet 30 Euro. Als Belohnung gibt es allerdings eine Bar-Prämie von 30 Euro. Heißt: Effektiv ist die Petra, zumindest im ersten Jahr, kostenlos zu haben. Den zweiten Platz in diesem Ranking belegt Elle Decoration mit einem Jahrespreis von 33 Euro und einer Bar-Prämie von 30 Euro. Das bedeutet einen Effektivpreis von drei Euro pro Jahr. Bei der InStyle liegt der Effektivpreis bei 5,40 Euro, bei TV Today sind es 10,50 Euro und bei der Hörzu 11 Euro. Auf ein Jahr umgerechnet kostet Springers Traditionsblatt damit nur 21 Cent pro Ausgabe.

Dieser Tabelle ist jedoch nur ein Teil des Services von Abowelt.de. Kernangebot der neuen Tochter des Online-Portals Sparwelt.de ist schlicht der Verkauf von Print-Abonnements. Dazu sammeln die Berliner – wie ein klassischer Preisvergleicher – die aktuellen Angebote der unterschiedlichen Abo-Vermittler. Innerhalb der Zwischenhändler wie Kiosk Plus oder McAbo.de gibt es bei einigen Titeln erhebliche Preisunterschiede. "Viele Menschen wissen gar nicht, wie günstig der effektive Jahrespreis eines Abonnements durch Gutschein- oder Geldprämien für die Leserwerbung rechnerisch werden kann“, sagt Daniel Engelbarts, Gründer und Geschäftsführer der Sparwelt GmbH.
Auch die großen Nachrichtenmagazine im Sortiment des Start-ups. Für den Stern (Listenpreis 156 Euro) gibt es 80 Euro zurück. Das Verhältnis beim Spiegel: 189.80 Euro Listenpreis, 90 Euro Cash-Rückzahlung, macht einen Effektivpreis von 99.80 Euro. Das Verhältnis beim Focus: 166,40 Listenpreis und 110 Euro Cash-Rückzahlung.

Nicht nur Jahres-, sondern auch Probe- und Mini-Abos stehen im Fokus der neuen Site. Verlage lassen sich wegen rückgängiger Reichweiten die Gunst der Leser ordentlich was kosten: Manche Mini-Abos bieten daher beachtliche Sachprämien. Da lohnt es sich dann umso mehr, einfach einmal ein Abo abzuschließen“, sagt Engelbarts.

Engelbarts ist neben seinem Engagement bei Sparwelt.de zudem noch Partner der Econa AG. Zum Portfolio der Beteiligungsgesellschaft gehören unter anderem die Plattformen Winload, Mobiload und Funload. Das Interesse der Verlage an den Berlinern wurde gerade erst Ende Mai geweckt. Damals wurde bekannt, dass Econa die drei Apple-Fachportale Macnews.de, Macmagazin und MacCommunity übernimmt.

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