Telekom-Affäre: Wiwo-Redakteure üben Kritik

Jürgen Berke und Thomas Kuhn, beide Redakteure der WirtschaftsWoche, die von der Telekom bespitzelt wurden, kritisieren die Einstellung des Verfahrens gegen Klaus Zumwinkel und Kai-Uwe Ricke. Wie sie in einer persönlichen Erklärung auf Wiwo.de schreiben, werfen sie der Staatsanwaltschaft Bonn vor, grobe handwerkliche Fehler gemacht zu haben. Sie wollen nun Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens einlegen.

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Wörtlich heißt es in der Erklärung: "Wir sind der Auffassung, dass die Staatsanwaltschaft Bonn grobe handwerkliche Fehler gemacht hat. Bis heute hat es die Behörde nicht für nötig erachtet, uns als Betroffene zu unseren Erkenntnissen zu den Spitzel-Vorgängen überhaupt zu befragen. Auf unsere schriftlich bekundete Gesprächsbereitschaft hat die Behörde bis heute in keiner Weise reagiert."  Die Einstellung des Verfahrens erfolge ohne dass die beiden Betroffenen die Möglichkeit der Akteneinsicht erhalten hätten.  
Weiter heißt es: "Dieses laxe und unkooperative Verhalten der Staatsanwaltschaft Bonn bestärkt uns in dem Eindruck, dass die Behörde gar kein Interesse an einer vollständigen Aufklärung der Spitzelaffäre hat. Das erschüttert uns zutiefst und stellt das Vertrauen in eine neutrale, unabhängige und unvoreingenommene Ermittlung nachhaltig in Frage."

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