Murdoch kauft E-Reader-Plattform

Rupert Murdochs News Corp erweitert ihre technische Palette für Paid-Content-Angebote: Am Montag gab das Unternehmen die Übernahme der E-Reader-Plattform Skiff und eine Beteiligung am Start-up "Journalism online" bekannt. Der Markt für digitale Lesegeräte und die Online-Distribution der Inhalte wird derweil immer unübersichtlicher. Offenbar will Murdoch nicht nur die eigenen Titel vermarkten, sondern die Schaltstelle mit einem übergreifenden "Online-Kiosk" besetzen.

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Skiff ist eine Entwicklung des Hearst-Konzerns und wurde zeitweise als ernster Konkurrent für Lesegeräte wie Kindle und iPad gehandelt. Murdoch übernimmt allerdings nur die zugehörige Online-Plattform, nicht die Hardware selbst, für die Hearst anscheinend einen anderen Käufer sucht.
"Journalism Online" ist eine Gründung der früheren Verlagsmanager Steve Brill and Gordon Crovitz und zielt ebenfalls auf die verlagsübergreifende Vermarktung von Bezahl-Inhalten. Sie tritt damit in Konkurrenz zu der seit 2009 unter Führung von Time Warner entwickelten Plattform ("Hulu for Magazines"), die inzwischen "Next Issue Media" heißt. Murdochs online längst kostenpflichtiges Wall Street Journal hat unterdessen eine eigene digitale Vermarktungsplattform entwickelt.
Murdochs Neuerwerbungen deuten daraufhin, dass der Verleger nicht nur – wie angekündigt – seine eigenen Titel (wie die Londoner Times) mit Bezahlschranken versehen möchte, sondern eine führende Position bei übergreifenden Plattformen anstrebt.

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