ZDF entschuldigt sich für „Entgleisung“

Die WM hat ihren ersten kleinen medialen Aufreger: Bei Versprechern gilt das deutsche TV-Publikum nicht gerade als überkritisch. Bei verbalen Fehltritten inklusive NS-Vokabular hört der Spaß allerdings schnell auf. In der Halbzeitpause der Fußball-Partie Deutschland gegen Australien kommentierte die ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein das zweite Tor der DFB-Elf mit dem Satz: „Das ist für Miro Klose doch ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst, dass der heute hier trifft.“

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Bereits während des Spiels, gab es zahlreiche Proteste via Twitter und Facebook. Das Blog Politicyear formulierte sogar einen Beschwerdebrief, den möglichst viele Nutzer unterschreiben und ans ZDF schicken sollen. 

Die Halbzeitanalyse im ZDF. Link: YouTube
So schnell der verbale Fehltritt im Social Web für Aufsehen sorgte, so fix gelang es dem ZDF mit einer vorbildlichen und modernen Kommunikation für eine Deeskalation zu sorgen. Via Twitter verbreitete das Zweite eine Erklärung von Sportchef Dieter Gruschwitz: "Es war eine sprachliche Entgleisung im Eifer der Halbzeitpause. Wir haben mit Katrin Müller-Hohenstein gesprochen, sie bedauert die Formulierung. Es wird nicht wieder vorkommen." Die Moderatorin hat sich allerdings offenbar noch nicht selbst zu Wort gemeldet.

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