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Fernsehrat berät über ZDF-Schleichwerbung

Vor knapp vier Wochen lud das ZDF die Chefin einer Gartenhandels-Kette als Expertin in den Fernsehgarten ein. Dieselbe Gartenkette stattet die Sendung für die kommende Saison mit Gartenmaterialien und Pflanzen aus. Der Fernsehrat berät nun darüber, ob es sich dabei um Schleichwerbung handelt, das berichtet Sueddeutsche.de

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Der Auftritt von Angelika Kölle, der Chefin des Gartencenters Kölle, könnte für das ZDF ein Nachspiel haben. Am 21. Juni prüft der Fernsehrat ob der Expertenauftritt nach dem Rundfunkstaatsvertrag als Product-Placement zu definieren ist. Programmdirektor Thomas Bellut und gegebenenfalls ein Vertreter der zuständigen Redaktion würden der Sitzung laut Sueddeutsche.de beiwohnen.

Das ZDF stritt derzeit die Vorwürfe der Schleichwerbung ab und verwies darauf, dass das Gartencenter Kölle im Abspann als Produktionshelfer ausgewiesen werde. "Der Name der Firma wurde nicht genannt und Frau Kölle nicht als Geschäftsführerin des Kooperationspartners vorgestellt, dann wäre es nämlich Schleichwerbung", hieß es derzeit vom ZDF gegenüber MEEDIA. In dem fünfminütigen Expertengespräch fiel der Name Kölle sieben Mal. Eine Clearing-Stelle habe die Zusammenarbeit im Vorfeld geprüft und für rechtens befunden.

Anwalt Frank Fischer bestätigte der SZ gegenüber, dass auch bei öffentlich-rechtlichen Sendern Produktionsbeihilfen erlaubt seien, jedoch "nicht ungekennzeichnet als Gegenstand in einer familientauglichen Unterhaltungssendung mit Servicecharakter", so Fischer.

Neben dem Expertenauftritt in einer "kölle-grünen" Jacke gab es auch eine Gewinnspiel-Kooperation auf der Internet-Seite des Fernsehgartens.

 

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