Katzenberger: Die neue Verona Pooth?

Daniela Katzenberger ist ein Medienphänomen: Seit über einem Jahr ist die 23-Jährige im VOX-Auslandseinsatz. Der Sender schickte sie zur Hugh-Hefner-Villa, nach Miami zum Bikini-Shooting, begleitete ihre Brust-OP in Marbella und zeigt die Eröffnung ihres Cafés auf Mallorca. Den größten Erfolg feiert die Blondine aus Ludwigshafen aber in der Heimat: Die Kosmetikerin etabliert sich gerade als neues Trash-Starlet - mit kräftiger Unterstützung der Bild-Zeitung. Wird Daniela Katzenberger die neue Verona?

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Ihre Brüste sind aus Silikon, ihren Teint verdankt sie der Sonnenbank, ihre Augenbrauen dem Tätowierer. Und ihr Gesicht zeigt sie nur, nachdem sie es mit diversen Make-up-Schichten beinahe bis zur Unkenntlichkeit überpinselt hat. So weit, so künstlich. Doch wenn Daniela Katzenberger den Mund aufmacht, ist es vorbei mit der Unnatürlichkeit. Dann kommen, in breitestem Pfälzisch, so wunderbare Sätze heraus wie "Ist der Schlübber bunt und grell, läuft‘s mit der Arbeit net so schnell". Oder: "My hair looks like a Schitthauffe". Sich selbst beschreibt sie als "außen Barbie, innen Einstein",  ihr Motto lautet "Sei schlau, stell dich dumm". Das kommt deshalb so erstaunlich natürlich rüber, weil sie sich für die Dummchen-Rolle kaum verstellen muss. Der Zuschauer merkt schnell: Die Frau ist zwar unfreiwillig komisch, kann aber selbst am meisten darüber lachen. Selbstironie und Silikonbusen – eine gelungene Paarung.
 
Vox präsentiert auf einer extra Webseite die
besten Katzenberger-Sprüche


"Deutschlands durchgeknallteste Blondine", wie Bild sie nennt, erfüllt jedes Klischee und erobert dennoch die Herzen der Trash-Fans im Sturm – mit der richtigen Mischung aus Fremdschämen, herzhaftem Lachen und heimlicher Bewunderung. Die verhätschelte Tochter der toughen Kneipenwirtin Iris Katzenberger, ehemaliger Big-Brother-Hausbewohnerin, verkörpert als Dauer-Auswanderin bei VOX ein weibliches Muttersöhnchen, das zwar gerne ein weltgewandter Vamp wäre, aber sich dann sympathischerweise doch nur als "die Dani aus Ludwigshafen" entpuppt. Die Zicke zum Liebhaben. Ein bisschen wie jene Kim Debkowski aus Hamburg, minderjährige Kandidatin und Make-up-Victim der letzten DSDS-Staffel.
Während es um die Bohlen-Superstars schon wieder leiser wird, startet Katzenberger gerade richtig durch. Bei der VIVA Comet-Preisverleihung sprach sie, trat bei "The Dome" auf RTL 2 und als Studiogast bei "TV Total" auf. Im Alter von drei Jahren zapfte sie ihr erstes Bier an der Theke von Mamas Kneipe, erzählte sie Stefan Raab. Wie passend daher, dass ein Leipziger Gastronom das TV-Sternchen jetzt als medienwirksames Aushängeschild für sein neues Café auf Mallorca nutzt (zu sehen immer dienstags um 20:15 Uhr auf VOX bei "Goodbye Deutschland – Die Auswanderer").

Für die Reality-Formate – einem Segment, das so durchgecastet ist wie die Weltmeere überfischt sind – war Katzenberger mit ihrer authentischen Künstlichkeit der größte Glücksgriff  seit dem kernigen Wahl-Texaner und TV-Auswanderer Konny Reimann. Die Rolle der gestrandeten, abwechselnd von Heimweh und Größenwahn geplagten Ballermann-Bardame dürfte aber wohl nur eine Übergangsstation sein. Auch wenn ihr Lebenstraum, einmal für den US-Playboy abgelichtet zu werden, noch in weiter Ferne steht: Leichtbekleidet auf das Bild-Cover schaffte es Katzenberger bereits, sogar noch bevor die RTL-Gruppe sie entdeckte und der TV-Hype begann. Außerdem posierte sie für einen Bademoden-Hersteller sowie bei  Werbeaufnahmen für den Billigflieger Germanwings und taucht auf YouTube in einem PR-Clip aus der Solarium-Branche auf. 
 
Das Solarium-Video

Exklusive Verträge als Kampagnengesicht für große Marken kann die Pfälzerin bislang jedoch noch nicht aufweisen. Allerdings versuchte sie sich jüngst, ihrem erklärten Vorbild Verona Pooth nacheifernd, vor laufender Doku-Soap-Kamera schon einmal am Tiefkühl-Spinat – und scheiterte an der bebilderten Zubereitungsanleitung des Gemüses mit dem Blubb. Ihr Kommentar: "Wenn ich neben gut aussehen auch noch kochen könnte, dann wäre ich ja eine Traumfrau." Zu blöd zum Spinataufwärmen, aber nie um einen schlauen Spruch verlegen – mit diesem Image wurde schließlich einst auch die Feldbusch zum Werbe-Star.

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