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VJMovement will Agenturen Konkurrenz machen

Mit Video-Reportagen von professionellen Journalisten will VJMovement.com eine Alternative zum Nachrichten-Mainstream bieten. Unter dem Motto "There is more than one truth" machen die Online-Pioniere mit Hintergrundgeschichten jenseits der großen Schlagzeilen den großen Agenturen Konkurrenz.

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Über 524 Videos von 157 registrierten Videojournalisten aus 86 Ländern bietet die videobasierte Nachrichtenplattform VJMovement.com bisher. Welche der vorgeschlagenen Beiträge realisiert werden, entscheiden die gut 2000 registrierten User. Monatlich wird die Seite beinahe 100.000 Mal aufgerufen.
Gegründet wurde VJMovement.com 2007 von dem Niederländer Thomas Loudon, der selbst lange als Nahost-Korrespondent für große Agenturen arbeitete. Der 39-Jährige versteht sein Projekt als direkten Angriff auf etablierte Videonachrichtenagenturen wie Reuters oder Associated Press, die seiner Meinung nach das weltweite Geschehen nur unzureichend abbilden, wie er der Süddeutschen Zeitung sagte.
Dabei profitiert das Netzwerk einerseits von den sinkenden Kosten für die Videoproduktion und den Möglichkeiten des Internets. Andererseits reduzieren etablierte Medien ihre Korrespondenten-Netzwerke aus Kostengründen, während vor allem das jüngere Publikum sich vom klassischen Fernsehen abwendet und sein Programm lieber Online zusammenstellt.
Bisher finanziert sich das Portal aus Stiftungsgeldern und freiwilligen Beiträgen der User. Allerdings arbeitet der VJMovement.com-Gründer Loudon an einem alternativem Geschäftsmodell, mit dem die Video-Plattform bis 2012 rentabel sein wird. Schon jetzt sind einzelne VJMovement.com-Beiträge auf der Seite der Huffington Post zu sehen, die dafür Lizenzgebüren zahlt. Eine ähnliche Kooperation besteht mit einem öffentlich-rechtlichen Sender aus den Niederlanden.

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