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WWDC: Steve Jobs enthüllt das iPhone 4

Vorhang auf zur jährlichen Entwicklermesse WWDC, die Steve Jobs mit seiner Keynote eröffnete. Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Wie von den 5000 Teilnehmern erhofft, enthüllte der Apple-CEO das iPhone der nächsten Generation – das iPhone 4. Es ist fast ein Viertel dünner als der Vorgänger, läuft auf dem eigenen Prozessor A4, hat einen deutlich verbesserten Akku, ein viel schärferes Display und bietet Video-Telefonie. Die Apple-Aktie fällt trotzdem.

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Vorhang auf zur jährlichen Entwicklermesse WWDC, die Steve Jobs mit seiner Keynote eröffnete. Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Wie von den 5000 Teilnehmern erhofft, enthüllte der Apple-CEO das iPhone der nächsten Generation – das iPhone 4. Es ist fast ein Viertel dünner als der Vorgänger, läuft auf dem eigenen Prozessor A4, hat einen deutlich verbesserten Akku, ein viel schärferes Display und bietet Video-Telefonie. Die Apple-Aktie fällt trotzdem. 

Der Applaus ist Steve Jobs gewiss: Ein Jahr nach seiner krankheitsbedingten Abwesenheit kehrte der Apple-CEO wieder auf die Bühne des Moscone Centers zurück, um das zu tun, was er vielleicht am besten kann – eine eloquente Keynote zu halten.

Nach einleitenden Worten über den Erfolg des App Stores, der inzwischen zum Milliardenmarkt geworden ist, kam der Apple-CEO zur Sache und verkündete das, was im Vorfeld erwartet worden war: Das neue iPhone 4 wird kommen!

"Das dünnste Smartphone auf dem Planeten"

Und zwar fast genauso, wie nach den Gizmodo-Bildern zu erwarten war: Das iPhone 4 sieht tatsächlich so aus wie der gestohlene Prototyp. Es wird wie das aktuelle Modell in einer schwarzen und weißen Version ausgeliefert, erscheint aber gegenüber dem iPhone 3G und 3GS wie eine Generalüberholung.
Das macht schon das Design deutlich: Nicht mehr Plastik umhüllt das iPhone, das wie das iPad vom eigens von Apple entworfenen A4-Prozessor angetrieben wird, sondern kantiger Edelstahl und Glas. "Die Vorder- und Rückseite bestehen aus Aluminosilikat-Glas, dank chemischer Verstärkung um 30 Prozent härter als Plastik, unempfindlicher gegenüber Kratzern und haltbarer als jemals zuvor", lässt Apple niemand im Unklaren, dass die vierte Generation natürlich die wertvollste sein soll. Ein Edelstahlrahmen, der zugleich einen besseren Signal-Empfang gewährleisten soll, umrandet das neue Apple-Smartphone.

Vor allem ist das neue iPhone weitaus dünner als das Vorgängermodell 3G S, das aber immer noch für verbilligte 99 Dollar zu haben sein wird. Ein Viertel hat Apple beim neuen Design abgespeckt, was Steve Jobs einen neuen Superlativ finden lässt: Das nur noch 9,3 Millimeter dicke iPhone 4 ist demnach "das dünnste Smartphone auf dem Planeten".

Scharfes iPhone:  Auf dem "Retina Display" genauer sehen als in einem gedruckten Buch

Auch unter der Oberfläche hat sich einiges getan: Nie haben iPhone-Nutzer ihre Inhalte schärfer gesehen. Möglich macht dies das sogenannte "Retina Display", das mit einer Aulösung von 960 x 640 Bildpunkten eine vierfach höhere Pixelauflösung besitzt als die aktuelle 3G S-Version. Mit einer Pixeldichte von 326 Pixel ppi ist es damit sogar schärfer als ein gedrucktes Buch.

In höherer Auflösung werden auch die Bilder zu bewundern sein, die iPhone-Nutzer künftig mit der neusten Version des Apple-Smartphones schießen: Die Kamera erhielt nämlich das längst überfällige Upgrade auf 5 Megapixel. Zudem ermöglicht der eingebaute LED-Blitz endlich auch Fotos bei schlechteren Lichtverhältnissen.

Und auch die Video-Qualität wurde deutlich verbessert: Mit dem neuen iPhone sind nun Aufnahmen in HD-Qualität (1280 x 720) möglich. Mit der Einführung der aus iLife bekannten iMovie-Software im App Store können iPhone-Nutzer ihre Videos künftig direkt auf dem Apple-Smartphone bearbeiten und schneiden.

FaceTime: Endlich Video-Telefonie auf dem iPhone

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Und dann war da noch das ‚one more thing‘: Wie erhofft kommt das Video-Konferenz-Feature auf das neue iPhone. iPhone-Nutzer können nun wie bei iChat können dank einer zweiten Kamera auf der Vorderseite auch mit Bewegtbild miteinander kommunizieren – "FaceTime" nennt Jobs das Feature, das allerdings in diesem Jahr erst via Wifi benutzbar ist. "Die Netzbetreiber brauchen noch etwas", erklärt Steve Jobs.

Noch mehr Spaß an ihrem iPhone sollen Kunden durch die um 40 Prozent verbesserte Akku-Laufzeit haben. Auch dank des A4-Prozessors soll das iPhone 4 nun eine Batterielaufzeit von 10 Stunden im Wifi- oder Video-Modus besitzen, gar 40 Stunden Musik abspielen können – und sogar 3000 Stunden auf Standy halten.

Hoffnungsträger iAds

Auch auf Software-Seite tat sich einiges: Wie schon im April angekündigt, erhält das mobile Betriebssytem ein Update – und eine Umbenennung. Nach iPhone OS ist vor iOS, das in der Version 4.0 ab dem 21. Juni mit 100 neuen Features daherkommt, darunter "Folders", das die Vielzahl der Applikationen bündeln hilft.

Ebenfalls auf dem iPhone und iPod touch verfügbar sein soll der virtuelle Buchladen iBooks, den iPad-Benutzer bereits kennen. Und eine kleine Überrschung: Die Internetsuche wird künftig auch via Microsofts Suchmaschine Bing möglich sein, die kommt neu hinzukommt, Google als Standard aber nicht ersetzt.

Heimliches Highlight der diesjährigen WWDC: Die Vorstellung der neuen Online-Werbeplattform iAd, die ab dem 1. Juli eingeführt wird. Nissan, Citi, Unilever, AT&T, Chanel, GE, Liberty Mutual, State Farm, Geico, Campbells, Sears, JC Penny, Target, Best Buy, Direct TV, TBS und Disney haben bereits ihre Werbebuchungen geschaltet, die schon jetzt einen Wert von 60 Millionen Dollar ausmachen. Das entspricht 48 Prozent der Umsätze mit mobiler Online-Werbung im zweiten Halbjahr 2010.

Deutschlandsstart am 24. Juni

Zum Schluss noch die harten Fakten des neuen Apple-Gadgets: Ausgeliefert wird das neue iPhone wie von der Gerüchteküche bereits kolportiert noch in diesem Monat. Am 24. Juni kommt das iPhone in den USA und vier anderen Ländern, darunter auch Deutschland, in zwei Modellen in die Läden: in einer 16 GB- und in einer 32 GB-Version zu 199 bzw. 299 Dollar. Die deutschen Preisen stehen unterdessen noch nicht fest. Im Juli kommt das iPhone in 18 weiteren Ländern, im September in insgesamt 88 Nationen.

Als den "größten Sprung seit der Einführung des ersten iPhones" bezeichnete Steve Jobs die Generalüberholung des beliebten Apple Smartphones auf seiner Keynote. "Von diesen beiden Meilensteinen" – dem RetinaDisplay und FaceTime – " haben wir seit Jahrzehnten geträumt", erklärte der sichtlich gut aufgelegte Apple-CEO, der auch souverän über einen Netzausfall während der Prösentation hinwegging.

Börsianer teilten die Begeisterung indes nicht: Wie so oft bei Verkündigung von neuen Apple-Produkten reagierten Aktionäre an einem ohnehin schwachen Handelstag erneut mit Gewinnmitnahmen. Bis zum Handelsschluss fiel die Apple-Aktie um knapp 2 Prozent auf unter 251 Dollar zurück.

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