Hilfe! Mein iPad setzt Staub an

Seit 3 Monaten hab ich nun ein iPad. Hier in den USA ist der Hype um das neue Gerät nach wie vor ungebrochen. Der Tablet-Computer ist praktisch ausverkauft. In den meisten Apple-Stores ist er noch immer vergriffen, und bei Bestellungen im Internet muß man Wochen warten, bis das iPad schließlich ankommt. Anfangs war ich von […]

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Seit 3 Monaten hab ich nun ein iPad. Hier in den USA ist der Hype um das neue Gerät nach wie vor ungebrochen. Der Tablet-Computer ist praktisch ausverkauft. In den meisten Apple-Stores ist er noch immer vergriffen, und bei Bestellungen im Internet muß man Wochen warten, bis das iPad schließlich ankommt.

Anfangs war ich von meinem iPad begeistert. Es ist schon toll, wie leicht man mit dem Finger navigieren kann und wie schnell sich die Internet-Seiten aufbauen.
 
Aber inzwischen fällt mir auf, dass ich mein iPad kaum nutze. Warum? Das neue Wundergerät hat für mich eine große Schwachstelle: ich kann darauf nicht schnell genug tippen. Wer in der Lage ist, flott auf einem herkömmlichen Computer zu schreiben, der verfällt auf dem iPad zurück ins Schneckentempo. Klar, man könnte eine externe Tastatur anschließen, aber dann verliert das iPad seinen Sex.

Der große Bruder vom iPod ist für mich ein reines Lesegerät. So etwas wie ein besserer Kindle. Oder wie ein kleiner flacher Fernseher, den man überall mitnehmen kann. Aber zum Schreiben ist das iPad ungeeignet. E-Mails zu beantworten, dauert mir viel zu lange. Und wenn ich meine Mails dann weiterhin am Notebook schreibe, dann wechsele ich nicht das Gerät, um ins Internet zu gehen. Die Folge: mein iPad setzt Staub an.

Wenn es anderen auch so geht, dann könnte das ein Rückschlag für die Medien-Industrie bedeuten. Denn die Verlage werden mit dem iPad nur ein Geschäft machen, wenn er auch intensiv genutzt wird. Meine Prognose: Leute, die beruflich viel am Computer sitzen, werden das iPad nur wenig nutzen.

PS: Ich kenne jemand, für fast täglich zum iPad greift: meine Mutter, die die letzten Monate bei uns in Kalifornien zu Besuch war. Sie guckt sich auf dem iPad stundenlang unsere Familienfotos an und hat auch angefangen, darauf Zeitungen zu lesen. Aber mit ihren über 80 Jahren ist sie nicht unbedingt die Traumzielgruppe der Medienindustrie…

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