AZ kooperiert enger mit Süddeutschem Verlag

Die Münchner Abendzeitung plant eine engere Zusammenarbeit mit dem Süddeutschen Verlag, das berichtet Werben und Verkaufen (W&V). Abendzeitung-Verlagschef Dieter Schmitt erklärte im Interview, dass man künftig bei der Ablauforganisation und in der Logistik zusammenarbeiten werde. Zudem sei auch die gemeinsame Nutzung von Call Centern und der Software geplant.

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Die bestehende Online-Kooperation zwischen der Süddeutschen Zeitung und der Abendzeitung "laufe sehr gut", so Schmitt. Zudem ließ er verlauten, dass er eine Zusammenarbeit im Bereich der lokalen Anzeigenmärkte begrüßen würde, dies ließe das Kartellamt jedoch nicht zu. Die Abendzeitung-Verleger-Familie Friedmann ist aktuell mit 18,7 Prozent am Südeutschen Verlag beteiligt.

Mithilfe dieser Maßnahmen soll die Abendzeitung in drei Jahren wieder "akzeptable Zahlen schreiben". Die Zusammenarbeit mit dem Süddeutschen Verlag ist der jüngste Versuch, das angeschlagene Blatt wieder auf einen grünen Zweig zu bringen. Erst im März dieses Jahres strich die Abendzeitung jeden vierten Job. Darauf folgte Ende Mai ein inhaltliches und optisches Facelift des Blattes. Mit mehr Servicethemen und lokalen Nachrichten versuchte man bei der AZ "näher an den Leser heranzukommen", so Chefredakteur Arno Makowsky.

Den Tiefpunkt bei der Auflage scheinen die Münchner aber bereits überwunden zu haben. Aktuell kommt das Traditions-Blatt auf einen Gesamtverkauf von 143.082 Exemplaren. Im Quartal zuvor lag die Zahl noch bei 134.049 Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahr kommt die Abendzeitung so auf ein Plus von drei Prozent. Innerhalb der vergangen fünf Jahre beträgt das Minus jedoch acht Prozent.

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