„Wir sind Lena“: Stimmen zum Sieg in Oslo

Erst der Papst und jetzt Lena Meyer-Landrut: Sowohl Bild.de ("Wir sind Lena!"), als auch die Online-FAZ ("Wir sind Grand Prix") orientieren sich an der legendären Bild-Überschrift. Zudem sind sich viele Pressestimmen einig, dass "Lena ein Lichtstrahl zwischen all den sekundengenau duchinszenierten Miniopern" war (Haz.de). Stern.de merkt an: "Die Hannoveraner müssen sich wahrscheinlich mit dem Gedanken anfreunden, im Ausland nicht mehr die Stadt der Scorpions, sondern von Lena zu sein."

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Bild.de: 
"Wir sind Song-Meister! Wir sind Lena!"
Spiegel-online.de:
"Und heute, an diesem Samstag in der Telenor-Arena in Oslo, hat sich der Eurovision Song Contest auf beispiellose Weise verjüngt. Der Grand Prix ist nicht mehr die Schlagersause von Folklore-Clowns, die auch die Oma hören mag. Der Grand Prix ist auf einmal pubertär, kess, unberechenbar. Er ist mit einem Wort Pop. 
(…) Worüber sind also alle geschockt? Dass es tatsächlich geht: Der versierteste Entertainment-Unternehmer des Landes formt einen Star, ordert einen frischen Song und mischt damit die europäische Fernsehunion auf. Und das Ganze hat auch noch das Gütesiegel der Demokratie, weil wir sie ja mit ausgesucht haben, diese Lena. (…) Wir dürfen alle ein bisschen geschockt sein."
Welt-online.de:
"Wer hätte das gedacht: Lena Meyer-Landrut gewinnt den Eurovision Song Contest. Um ganz Europa zu verzaubern, brauchte sie keine Feuersbrünste, keine schwulen Tänzer, keine Glasflügel und keine leuchtenden Geigen. Nur Liebenswürdigkeit und ein Lied. Musik triumphiert über Geopolitik und groben Unfug."
Sueddeutsche.de:
"Genau das macht eine wie Lena aus, diese Mischung aus Lieblichkeit, Professionalität und ein bisschen Wahnsinn. Sie beherrscht den Dreisprung zwischen diesen Disziplinen wie keine andere und brilliert dabei durch eine ungeheure Präsenz. Wenn normale Sänger auf den Brettern stehen, nehmen sie oft genau den Raum ein, den sie für sich und ihren Schatten brauchen. Nicht so bei Lena, die als 19-Jährige einfach mal die ganze Bühne füllt – allein."
FAZ.net:
"Was keiner für möglich gehalten hatte: Wir sind Grand Prix. Nach 28 Jahren hat Deutschland, nein, hat eine kaum 19 Jahre alte Hannoveranerin ohne Gesangsausbildung ganz Europa von ihren musikalischen Qualitäten überzeugt. Ihr Sieg fiel zwar nicht so klar aus wie der Sieg des Norwegers Alexander Rybak im vergangenen Jahr. Aber Lenas Vorsprung war dennoch mehr als deutlich."
FR-Online.de:
"Nicole ist nicht mehr allein: Lena Meyer-Landrut ist die zweite deutsche Gewinnerin in der Geschichte des Grand Prix. Und noch einer hat gewonnen: Stefan Raab. Die nationale Aufgabe ist gewuppt, das Unternehmen Lena ist gelungen, ein ganzes Land atmet auf.
(…) Lena hält ihre Erotik unter Verschluss wie ihr Privatleben, sie lässt ihr Becken kreisen bei ‚Satellite‘ und hat keine Ahnung, was sie damit anrichtet. In kurzen Momenten nähert sie sich gar der Ingrid Steeger aus Klimbim, doch sie ahnt nicht wirklich was davon.

Diese untergründige Erotik hat ihr den Beifall eingebracht aus dem Feuilleton, die Begeisterung mittelalter Pop- und Musikredakteure, die bislang nur ihren Ekel formulieren konnten gegenüber jeder Form der populären Unterhaltung. Nachdem sie gerade ihrer Begeisterung für das neue Fräuleinwunder in der Literatur, Helene Hegemann, durchgehächelt hatten, fanden sie jetzt mit Lena das Pendant dazu in der Popmusik."
Stern.de:
"Das deutsche Wunderkind aus Hannover hat es allen gezeigt.
(…) Und in der Tat, Lenas Triumph dürfte der größte Moment für denjenigen sein, dem Deutschland die Entdeckung Lena Meyer-Landruts zu verdanken hat: Stefan Raab. ‚Ich bin total geschockt‘, sagt er hinterher auf der Pressekonferenz über den Sieg seines Schützlings. "Aber Deutschland kann sich selbst auf die Schulter klopfen, denn schließlich haben die deutschen Fernsehzuschauer Lena unter vielen Bewerbern selbst ausgesucht.
(…) Und die Hannoveraner müssen sich wahrscheinlich mit dem Gedanken anfreunden, im Ausland nicht mehr die Stadt der Scorpions, sondern von Lena zu sein."
Zeit-Online.de:
"Damit hat Lena Geschichte geschrieben: Sie hat als erste gecastete Sängerin den Song Contest gewonnen und damit Deutschland den zweiten Sieg des Wettbewerbs beschert. Künftig wird man nicht mehr nur Nicoles Ein bisschen Frieden mit deutschem Erfolg beim europäischen Musikwettstreit verbinden."
Haz.de:
"Lena war ein Lichtstrahl zwischen all den sekundengenau duchinszenierten Miniopern klassischer Grand-Prix-Prägung und güldenen Balladen. Früh wurde während der Punktevergabe klar: Sie war angekommen in Europa. Man hatte sie und ihre inzwischen berühmte ‚Lenahaftigkeit‘ verstanden."
Berliner Kurier:
"Lena hat in doppelter Hinsicht gewonnen: Mit ihrem ersten Platz ist sie jetzt in ganz Europa ein Mega-Star. Außerdem hat sie es aber auch geschafft, den Eurovision Song Contest zu entstauben, sie hat ihm ein neues, ein junges Gesicht verliehen. Und ein verdammt hübsches noch dazu."

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